Die Presse war während der Potsdamer Konferenz von der direkten Berichterstattung ausgeschlossen. Die von ihnen veröffentlichten Beiträge basierten in erster Linie auf Pressemitteilungen, die ihnen täglich von den Pressesprechern der drei Delegationen übergeben oder in Pressekonferenzen vorgetragen wurden. Sie hatten keinen Zutritt zu dem Sperrgebiet in Neubabelsberg, in dem die drei Delegationen in drei Zonen untergebracht waren. Zudem war es ihnen nicht gestattet, das direkte Umfeld der Konferenz, einschließlich dem Neuen Garten und Schloss Cecilienhof zu betreten. Bei Presseterminen vor Eintreffen der Delegationen in Potsdam und nach ihrer Abreise durften Presse, Kameraleute und Fotografen die gesperrten Areale zum Zweck der Berichterstattung betreten. Während der Konferenz gab es für Kameraleute und Fotografen Ausnahmen von diesen Einschränkungen. Zu ausgewählten Fototerminen erhielten sie Zutritt zum Schloss Cecilienhof. Die berühmten Aufnahmen der Staatschefs in den Korbsesseln im Garten wurden exakt choreografiert.

Filmaufnahmen von British Pathé zeigen Armeekameraleute, Fotografen und Kriegsberichterstatter im Jahr 1945. Identifiziert werden konnte der weltbekannte Fotograf Robert Capa. Die Aufnahmen entstanden vermutlich im Umfeld der Potsdamer Konferenz, vor allem im Pressecamp in Zehlendorf.

Aufnahme aus dem Pressecamp der Potsdamer Konferenz.

Wochenschau

Die Kameraleute arbeiteten für den Nachrichten- bzw. Presseservice der jeweiligen Armee sowie für Presse- und Fotoagenturen. Kameraleute waren zugleich auch als Fotografen tätig. Sie fertigten Aufnahmen an, die aktuell in den Wochenschauen gezeigt wurden. Ziel des sorgsam ausgewählten und freigegebenen Filmmaterials war nicht so sehr die sachliche Information über die Konferenz, sondern die weltweite Demonstration der „Einigkeit“ von Stalin, Truman und Churchill. Die Identität der einzelnen Kameraleute und Fotografen bei der Potsdamer Konferenz ist in den offiziellen Archiven oft nur über die Militäreinheiten oder die beteiligten Presseagenturen dokumentiert, da die Filmrollen meist unter dem Namen der Wochenschau-Unternehmen oder Spezialeinheiten archiviert wurden.

Nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands Anfang Mai 1945 übernahmen die Besatzungsmächte die Medienhoheit. Die Kinos wurden rasch wiedereröffnet, nun jedoch zur Umerziehung und Information der deutschen Bevölkerung über das wahre Ausmaß der NS-Verbrechen.

Jede Besatzungszone entwickelte eigene Formate:

Wochenschau Besatzungsmacht / Zone Besonderheiten & Inhalte
Welt im Film Amerikanische & Britische Zone Erste Ausgabe im Mai 1945. Zeigte die Befreiung der Konzentrationslager, die Trümmerlandschaften deutscher Städte sowie den Beginn der Nürnberger Prozesse.
Blick in die Welt    Französische Zone Konzentrierte sich stark auf den Wiederaufbau, kulturelle Aspekte und das Leben in der französisch besetzten Region.
Der Augenzeuge Sowjetische Zone (SBZ) Gegründet im Sommer 1945 (später von der DEFA produziert). Stand unter dem Motto „Ausbeuterbetrieb war gestern“ und legte den Fokus auf antifaschistischen Wiederaufbau und sozialistische Reformen.

USA

Die Aufnahmen des Signal Corps (u. a. im Truman Library & Museum archiviert) entstanden oft direkt Schulter an Schulter mit den Pathé-Leuten.

Die filmische Dokumentation der Potsdamer Konferenz wurde primär von spezialisierten Einheiten der US-Armee, U.S. Army Signal Corps (speziell die 168th Signal Photographic Company) sowie von ausgewählten Pool-Kameraleuten der großen US-Nachrichtenagenturen übernommen. Der offiziellen Delegation der USA gehörten Fotografen und Kameraleute an. Als Letztere sind im offiziellen Verzeichnis der Delegation aufgeführt: Carl Hugo Johnson und Albert Oeth. Sie wurden als „Vertreter der Wochenschau-Unternehmen“ geführt, gehörten konkret zu Paramount News und den von dieser Firma produzierten Paramount Newsreels.

Von Johnson und Oeth stammen die Aufnahmen, die während der Überfahrt nach Europa auf dem schweren Kreuzer USS „Augusta“ gemacht wurden. Auch die Landung in Antwerpen sowie die Rückfahrt ab Plymouth werden sie dokumentiert haben. Im Telefonverzeichnis für die US-Delegation in Neubabelsberg sind sie nicht enthalten. Also werden sie, wie ihre schreibenden Kollegen und Mitglieder der US-Delegation, ebenfalls in Zehlendorf in einem beschlagnahmten Haus untergebracht worden sein.

Der Army Pictorial Service hatte Büros und Unterkünfte in Neubabelsberg. Lieutenant Colonel Sidney L. Lund, Major Arthur Gaskill und Major Martin McEvilly sind ihm zugeordnet. Untergebracht waren sie in der Schillerstr. 2, wie auch die Leute vom Army Communications Service.

Die US-amerikanischen Wochenschauen (engl. Newsreels) wurden von rein privatwirtschaftlichen Unternehmen produziert und standen in einem harten kommerziellen Wettbewerb zueinander. Sie waren fester Bestandteil des klassischen Kinoprogramms (oft vor dem Hauptfilm platziert) und prägten bis zur Etablierung des Fernsehens das Weltbild von Millionen Amerikanern.

Der Markt wurde im Wesentlichen von den großen Hollywood-Studios beherrscht, die jeweils eigene Nachrichtensparten betrieben:

Fox Movietone News (1927–1963): Wegbereiter des Genres. Fox führte als erstes Studio den Tonfilm ein (Movietone-Verfahren) und revolutionierte damit ab 1928 die Berichterstattung durch echte O-Töne.

Pathé News (1910–1956): Gegründet vom französischen Film-Pionier Charles Pathé, war es eine der ältesten Wochenschauen der USA. Berühmt wurde sie durch ihr Markenzeichen: den krähenden Hahn zu Beginn.

Universal Newsreel (1929–1967): Eine der langlebigsten Wochenschauen. Universal stellte seine Produktion erst Ende der 1960er-Jahre ein. Die erhaltenen Archive wurden später der Öffentlichkeit überlassen.

Paramount News (1927–1957): Bekannt unter dem Slogan „The Eyes and Ears of the World“ (Die Augen und Ohren der Welt). Sie zeichnete sich durch eine sehr dynamische, weltweite Berichterstattung aus.

Hearst Metrotone News (1914–1967): Betrieben vom Medienmogul William Randolph Hearst in Kooperation mit Metro-Goldwyn-Mayer (MGM). Sie war stark von Hearsts oft konservativer politischer Agenda geprägt.

Eine Sonderrolle nahm The March of Time ein. Produziert vom Time-Magazin, brach dieses Format mit dem klassischen, schnellen Zusammenschnitt von Kurzberichten. Stattdessen konzentrierte man sich monatlich auf ein oder zwei Hauptthemen, inszenierte Spielszenen nach und nutzte dramatische Analysen. Dieser filmische Stil war so prägend, dass er 1941 im Kinofilm-Meisterwerk Citizen Kane (in der fiktiven Wochenschau „News on the March“) parodiert wurde.

Fox Movietone News

Seit 2017 gibt es Fox Archives. Gegründet wurde es aufbauend auf dem Erbe der Wochenschau Fox Movietone News.

Fox Archives präsentiert exklusives Filmmaterial von einigen der denkwürdigsten Ereignisse der Geschichte. Von den Überraschungsangriffen auf Pearl Harbor und das World Trade Center über den Marsch auf Washington und die Black-Lives-Matter-Bewegung bis hin zu den grausamen Morden an Emmett Till und Trayvon Martin sowie dem tragischen Verschwinden des Lindbergh-Babys und von Caylee Anthony – die Kamerateams von Fox waren all dem hilflos ausgeliefert.
Das Fox Archives-Team besteht aus erfahrenen Forschern und Archivaren mit Erfahrung in der Rundfunkproduktion und in Nachrichtenredaktionen und ist ein termingebundener redaktioneller Rechercheservice für Branchenprofis, die sowohl ikonische als auch schwer zu findende Aufnahmen aufspüren möchten.1https://www.foxarchives.com/about

Zu den im Archiv enthaltenen Wochenschauen heißt es auf der Internetseite konkret:

Die Fox Movietone News-Bibliothek ist eines der umfangreichsten Nachrichtenfilmarchive des 20. Jahrhunderts. Von Oktober 1927 bis Oktober 1963 sendete Fox Movietone News eine der ersten und am längsten laufenden amerikanischen Wochenschauen (und war selbst ein Ableger des Stummfilmsenders Fox News). Die Bibliothek umfasst 75 Millionen Fuß Filmmaterial mit den wichtigsten Ereignissen des 20. Jahrhunderts. Zweimal wöchentlich informierte die Wochenschau das amerikanische Publikum über aktuelle Ereignisse und stellte ihm gleichzeitig fremde Kulturen und Traditionen vor. Weltweit wurden dem internationalen Publikum amerikanische Freizeitbeschäftigungen und regionale Geschichten präsentiert. Die zweiwöchentlich erscheinende Wochenschau berichtete über nationale und internationale Politik, neue Technologien, Mode, Sport und bewegende Geschichten und endete oft mit einem humorvollen Schlusswort. Damit etablierte sie ein Format, das Nachrichtensprecher bis heute verwenden.2https://www.foxmovietonenews.com/

Eine Datenbank zu den im Fox Archives vorhandenen Filmen über die Potsdamer Konferenz war im Internet nicht zu finden. Deshalb wurde es am 28. September 2026 per Email kontaktiert. Die Antwort war ernüchternd:

Vielen Dank, dass Sie sich mit Ihrer Anfrage zu Fox-Movietone-Wochenschauen für Ihr historisches Projekt an Fox Archives wenden.
Unsere Sammlung umfasst umfangreiches Filmmaterial von Churchill, Attlee, Truman sowie der Potsdamer Konferenz selbst. Bitte beachten Sie, dass wir kuratierte Recherchen und mit Wasserzeichen versehene Sichtungskopien kostenlos zur Verfügung stellen – jedoch nur in der Erwartung eines späteren Lizenzkaufs. Wir stellen weder Archivkopien für die Öffentlichkeit oder Privatsammler bereit, noch gewähren wir Zugang zu unseren Beständen ausschließlich zu reinen Forschungszwecken.

Da Hilfe angeboten wurde, erfolgte ein weiterer Kontakt:

Vielen Dank für das Hilfsangebot, das ich gerne annehme.
Verfügen Sie über eine Datenbank, die folgende Informationen enthält:
Veröffentlichungsdatum und Nummer der Wochenschau,
einzelne Beiträge mit kurzer Inhaltsbeschreibung,
Quelle des verwendeten Filmmaterials,
Namen: Kameramann, Regisseur, Produzent?

Doch auch diese Antwort führte leider nicht weiter:

Wie bereits erwähnt, liegen uns die entsprechenden Informationen für diverse Filmaufnahmen vor – unter anderem mit Churchill, Attlee und Truman sowie zur Potsdamer Konferenz selbst. Diese Aufnahmen sind Teil unserer Fox-Movietone-Wochenschau-Sammlung. Wir stellen jedoch nur Informationen zu den Clips sowie Sichtungskopien mit Wasserzeichen für Interessenten zur Verfügung, die später eine Lizenz erwerben möchten. Wir sind ein kleines, aber schlagkräftiges Team, und die Bearbeitung solcher Anfragen erfordert einen erheblichen Aufwand an Zeit und Energie; daher können wir derzeit leider keine reinen Rechercheanfragen annehmen.

Einen Einblick in die Inhalte seiner Sammlungen vermittelt Fox Archives mit verschiedenen Videos, die bei You Tube abrufbar sind. Dazu gehört: The Global War.

Die Bibliothek der University of South Carolina besitzt eine über 200 Filme umfassende Sammlung der Fox Movietone News. Sie geht jedoch nur bis 1944. Die Jahre ab 1945 fehlen. Die Filme können im Internet abgerufen werden.

Laut Google-KI sollen zur Zeit der Potsdamer Konferenz  folgende Kameramänner von Fox Movietone News anwesend gewesen sein und gearbeitet haben:
Tondra, John
Martenson James

Pathé News

Die US-amerikanische Pathé produzierte Newsreels direkt für das amerikanische Kinopublikum. Während des Krieges schloss sich das Unternehmen mit den vier anderen großen US-Wochenschau-Unternehmen und dem staatlichen Office of War Information (OWI) zusammen, um unter dem Namen United News einheitliche, internationale Propaganda- und Informations-Wochenschauen für das Ausland zu produzieren.
Die historischen Wochenschauen von Pathé News (USA) sind heute primär im Besitz der Sherman Grinberg Film Library archiviert und lizenziert. Da die amerikanische Wochenschau 1956 eingestellt wurde, ging der gesamte Bestand (der die Jahre 1895 bis 1956 umfasst) an die Sherman Grinberg Film Library über und gilt heute als die älteste historische Filmsammlung der USA. Das Archiv befindet sich in Chatsworth, Kalifornien (USA) und besitzt die Rechte am gesamten klassischen amerikanischen Pathé-Katalog (über 20 Millionen Fuß an historischem 35mm-Filmmaterial). Ein großer, digitalisierter Teil der amerikanischen Pathé-Wochenschauen wird heute über Getty Images vertrieben und ist dort online per Stichwortsuche auffindbar und als Stock-Footage lizenzierbar.
Bestimmte Ableger und Serien, die von Pathé News, Inc. produziert wurden (wie das News Magazine of the Screen oder Milestones of the Century), werden zudem von der Historic Films Archive, LLC vermarktet.
Da die US-amerikanische Pathé während des Zweiten Weltkriegs eng mit dem staatlichen Office of War Information (OWI) zusammenarbeitete, um die United News-Wochenschauen zu bestücken, befinden sich die Master-Negative und Kopien dieser spezifischen Kriegswochenschauen im US-Nationalarchiv sowie in der Library of Congress in Washington, D.C. Viele dieser staatlich mitproduzierten Filme sind gemeinfrei (Public Domain) und können über das Internet Archive kostenlos gestreamt werden.

In der Sherman Grinberg Film Library sind Filmausschnitte von der Potsdamer Konferenz vorhanden.

Die Wagenkolonne von Präsident Harry S. Truman fährt an Einheiten der 2. US-Panzerdivision vorbei, die entlang der Autobahn von Potsdam nach Berlin aufgestellt sind.
US-Präsident Harry Truman und sein Gefolge fahren an zahlreichen US-Soldaten und Panzern vorbei, die sich am Rand der von Bäumen gesäumten Autobahn aufgestellt haben; beim Vorbeifahren an amerikanischen Flaggen nimmt er seinen Stetson-Hut ab.3https://filmlibrary.shermangrinberg.com/?s=file=63541

Das angegebene Produktionsdatum: 16. Juli 1945.

Als Produktionsdatum wird der 17. Juli 1945 angegeben. Der Film enthält jedoch Bilder vom 20. Juli 1945.

Eine Zusammenstellung von Filmausschnitten, die sich mit der Person von Winston Churchill befassen und auch Bilder von der Potsdamer Konferenz enthält, entstand vermutlich um 1955.

Der britische Premierminister Winston Churchill tritt zurück
Vorspann der Reihe „Greatest Headlines of the Century“ / Titel: „Churchill Steps Down“ / [1940er Jahre] Autokolonne mit Winston Churchill und seiner Frau Clementine / Zuschauer auf einem Gebäude / Churchill in Paradeuniform geht an der Seite von Clementine / Verschiedene Einstellungen: Churchill grüßt militärisch, schüttelt einem Soldaten die Hand, nimmt eine Truppenschau ab // [25.11.1943, Kairo] Churchill im Freien / Chiang Kai-shek, Franklin Roosevelt, Churchill und Madame Chiang Kai-shek bei der Konferenz von Kairo / Verschiedene Einstellungen: Churchill trifft an einem Gebäude ein, hält eine Ansprache // [1940er Jahre] Explosion an der Front im Zweiten Weltkrieg / Churchill mit einem Offizier / Eine deutsche V1-„Vergeltungswaffe“ fliegt vorbei / Verschiedene Einstellungen: Churchill besichtigt mit seiner Tochter Mary eine Flugabwehrstellung / Flak-Explosionen am Himmel / Churchill sitzt mit Stahlhelm da und raucht eine Zigarre / Verschiedene Einstellungen: Churchill besichtigt ein zerbombtes Gebiet / Churchill schüttelt Roosevelt auf einem Schiff die Hand; sie grüßen einander militärisch // [1945, Potsdam, Deutschland] Soldaten vor dem Tagungsgebäude der Potsdamer Konferenz / Der sowjetische Führer Josef Stalin trifft ein / Churchill folgt Stalin in das Gebäude // [07.05.1945, London] Menschenmengen am Victoria Memorial am V-E-Day (Tag des Sieges in Europa) / Verschiedene Einstellungen: Churchill auf dem Balkon des Buckingham Palace mit Prinzessin Elizabeth, Königin Elizabeth, König Georg VI. und Prinzessin Margaret; die Royals winken, Churchill steht ernst da // Verschiedene Einstellungen: Ernest Bevin, Kandidat der Labour Party, hält 1945 eine Wahlkampfrede // [Februar 1950] Nacht: Menschenmengen auf dem Trafalgar Square warten auf die Wahlergebnisse / Eine beleuchtete Anzeigetafel zeigt die Stimmenzahlen / Verschiedene Einstellungen: Begeisterte Briten // [30.11.1954] Originalton Churchill aus einer Rede vor dem Parlament: „Ich nähere mich nun dem Ende meiner Reise. Ich hoffe, dass ich noch einige Dienste leisten kann.“ // [04.04.1955] Nacht: Menschenmenge bei einer Veranstaltung in London / Churchill steht mit Clementine im Türrahmen von 10 Downing Street; er trägt die Schärpe des Hosenbandordens / Ein Auto hält am Straßenrand / Verschiedene Einstellungen: Königin Elizabeth steigt aus dem Wagen; Churchill verbeugt sich, macht einen Knicks, schüttelt ihr und Prinz Philip die Hand / Churchill zeigt das „V-für-Sieg“-Zeichen / Schwarzbild / Abspann / Hinweis: Genaues Datum der Zusammenstellung nicht bekannt.5https://filmlibrary.shermangrinberg.com/?s=file=467666

Universal Newsreel

Die letzten historischen Monate des Zweiten Weltkriegs und die unmittelbare Nachkriegszeit wurden in kurzen Kino-Nachrichten von Universal Pictures festgehalten. Viele dieser Aufnahmen sind in Sammlungen wie der Playlist des US-Nationalarchivs auf YouTube enthalten. Oder werden in akademischen Datenbanken wie Alexander Street und nationalen Filmarchiven aufbewahrt.

Die National Archives bewahren die historischen Bestände der zwischen 1929 und 1967 entstandenen der Universal Newsreel. Sie liefen wöchentlich in den US-Kinos und bestanden aus kurzen Berichten (1–2 Minuten) über Politik, Weltgeschehen, Sport und Kultur. Die Sammlung wurde 1976 von Universal City Studios an die Nationalen Archive übergeben und ist frei verfügbar. Die physischen und digitalen Bestände liegen im National Archives and Records Administration in College Park, Maryland. Ein Großteil der historischen Nitrate-Filmrollen wurde jedoch durch einen Brand im Archiv im Jahr 1978 beschädigt oder zerstört. Viele Ausgaben lassen sich über Plattformen wie YouTube oder das Internet Archive streamen. Die Wochenschauen der Universal Newsreel aus dem Juli 1945 gehören zu Volume 18. Ließen sich aber nicht im Internet finden.

Laut Google-KI sollen zur Zeit der Potsdamer Konferenz  folgende Kameramänner von Universal Picture anwesend gewesen sein und gearbeitet haben:
Graham, George
Lyons, James

Paramount News

Die Rechte und das physische Filmarchiv der amerikanischen Paramount News liegen primär bei der Sherman Grinberg Film Library Das Archiv besitzt die gesamte Sammlung der historischen Paramount-Wochenschauen (bekannt unter dem Slogan „Eyes and Ears of the World“). Im Rahmen von Digitalisierungsprojekten wurden große Teile des Bestandes restauriert, online durchsuchbar gemacht und für Dokumentarfilmer bereitgestellt.6https://www.stockfootagenewsroom.com/blog/2020/4/17/sherman-grinberg-film-library-digitization-project-update
Das Archiv umfasst die historischen Paramount-Wochenschauen, zunächst unter dem Titel „Eyes of the World“ (Stummfilmzeit) und später unter „Eyes and Ears of the World“ (Tonfilmzeit). 

Filmclips, die sich direkt der Paramount zuordnen lassen, konnten im Archiv nicht gefunden werden.

Hearst Metrotone News

Für die Wochenschau-Reihe Hearst Metrotone News (ab 1936 umbenannt in News of the Day), die von 1914 bis 1967 betrieben wurde, arbeitete über die Jahrzehnte hinweg eine Vielzahl von angestellten Kameraleuten und Freiberuflern auf der ganzen Welt. In Berlin war ihr Kameramann Jack Lieb tätig und machte die ersten Farbfilmsequenzen von der zerstörten Stadt. Zum Bereich der Potsdamer Konferenz hatte er vermutlich keinen Zugang.

„News of Daily“ berichtete in der Ausgabe vom 20. Juli 1945 über die Fahrt Trumans nach Potsdam.  Die Kommentare stammten von John Bright Kennedy. Die Filmaufnahmen von Johnson und Oeth.

Am 24. Juli kam der erste „News of Daily“-Bericht von der Konferenz selbst. Die Kommentare waren wieder von John B. Kennedy. Zum Inhalt des Beitrags heißt es:

Truman in Berlin beim Treffen der Großen Drei!
Der Transport, mit dem Franklin Roosevelt zu anderen historischen Konferenzen geflogen war, bringt den neuen Präsidenten in die deutsche Hauptstadt zu seinem ersten Treffen mit Winston Churchill und Generalissimus Stalin. Der Mann aus Missouri besichtigt das zerbombte Berlin und reist anschließend nach Potsdam, um die weltverändernde Konferenz mit den großen Führern der Sowjetunion und des Britischen Empires zu eröffnen. An der Seite der Generäle Eisenhower und Patton wendet sich Präsident Truman an die amerikanischen Besatzungstruppen und erläutert die Ziele der USA im Krieg und im Frieden.

Der Beitrag in der Ausgabe vom 28. Juli 1945 stand unter der Überschrift „Exit Churchill„.

Am 3. August 1945 vermeldet „News of Daily„:

GROSSBRITANNIENS NEUER FÜHRER NIMMT AN DEN GROSSEN DREI GESPRÄCHEN TEIL!
Während Winston Churchill sich aus dem Rampenlicht der Weltöffentlichkeit zurückzieht, das er sich mit Harry Truman und Josef Stalin teilte, betritt sein Nachfolger als Premierminister, Clement Attlee, die internationale Bühne in Berlin.

Zwei Beiträge in der Ausgabe vom 10. August 1945 enthalten teilweise Aufnahmen, die erst nach der Konferenz entstanden, beziehen sich aber auf sie.

Russland im Krieg mit Japan!
Ein diplomatischer Triumph für Präsident Truman beim Treffen der Großen Drei in Potsdam, wo sein Hauptziel darin bestand, die Sowjetunion in den Pazifikkrieg zu führen. Ein Rückblick auf 13 Jahre kleinerer Konflikte, die nun in einen offenen, erklärten Krieg eskalieren. Russlands Entscheidung, den Alliierten Stützpunkte in Sibirien zu gewähren, wodurch Japan vollständig eingekesselt wird und Tokio zum Ziel von Angriffen aus dem von alliierten Flugzeugen wimmelnden Himmel wird.
Truman enthüllt die Atombombe!
Der Präsident verkündet den dramatischen Angriff auf Hiroshima mit einer Atomrakete, der eine neue Ära einläutet. Nahaufnahmen der Stadt, in der das wissenschaftliche Wunder unserer Zeit entwickelt wurde, und die Eindrücke eines Wissenschaftlers darüber, was dieses neue Geheimnis für eine Welt in Frieden wie in Krieg bedeuten kann … Das stärkste Argument der Welt für ein endgültiges Ende aller Kriege.

The March of Time

„The March of Time“ war eine innovative Kinowochenschau und Dokumentarfilmreihe gesponsert von der Time Inc. und lief von 1935 bis 1951. Anders als traditionelle Wochenschauen, die lediglich aktuelle Ereignisse in kurzen Ausschnitten präsentierten, widmete „The March of Time“ seine 20- bis 30-minütigen Folgen einzelnen, tiefgründigen investigativen Reportagen. Die Sendung verband authentisches Dokumentarmaterial mit dramatischen Darstellungen, Expertenkommentaren und der unverwechselbaren Erzählung von Westbrook Van Voorhis. 1945 legte die Serie ihren Fokus stark auf das Ende des Zweiten Weltkriegs und die unmittelbare Nachkriegszeit. Die Episoden beleuchteten geopolitische Veränderungen, die Verwüstung in Europa und die Umsetzung der alliierten Besatzung und Justiz im besiegten Deutschland (wie beispielsweise die Folge „ Justice Comes to Germany “) sowie aufkommende internationale Dilemmata wie die Palästinafrage. 

Die vollständige Sammlung der Filmwochenschau wird hauptsächlich im Nationalarchiv in College Park, Maryland, aufbewahrt.

Die Potsdamer Konferenz vom Sommer 1945 wurde nicht in einer einzelnen, exklusiv dafür benannten Ausgabe abgehandelt, sondern war ein zentraler Bestandteil der Berichterstattung im Spätsommer und Herbst 1945. Filmmaterial und die politischen Folgen der Konferenz (wie die Aufteilung Deutschlands und das Ultimatum an Japan) flossen maßgeblich in folgende Ausgaben ein:

Vol. 11, No. 13 – „The New U.S. Frontier“ (Veröffentlicht am 10. August 1945): Diese Ausgabe erschien unmittelbar nach dem Ende der Konferenz (2. August) und dem Abwurf der Atombomben. Sie thematisierte die neue Rolle und Grenze der USA im globalen Gefüge sowie die weitreichenden dort getroffenen Entscheidungen.

Vol. 12, No. 1 – „The Palestine Problem“ (Veröffentlicht am 17. September 1945): Während der Hauptfokus auf der jüdischen Migration und der britischen Nahost-Politik lag, wurden die unmittelbar zuvor in Potsdam besprochenen Nachkriegsordnungen und das veränderte Machtverhältnis der „Großen Drei“ (Truman, Stalin, Attlee) als Kontext herangezogen.

Vol. 12, No. 4 – „Justice Comes to Germany“ (Veröffentlicht am 30. November 1945): Diese Ausgabe dokumentierte die konkrete Umsetzung der Potsdamer Beschlüsse hinsichtlich der Entnazifizierung, der alliierten Besatzungszonen und der juristischen Aufarbeitung von Kriegsverbrechen.

Zusätzlich produzierte die Time Inc. unter dem March of Time-Banner im Folgejahr den bekannten Dokumentar-Kurzfilm „Atomic Power“ (1946). Dieser rekonstruierte detailliert die geheimen Ereignisse hinter den Kulissen von Potsdam – insbesondere den Moment, als Präsident Truman mitten in der Konferenz die Nachricht über den erfolgreichen Atombombentest in New Mexico erhielt und Stalin darüber informierte.

Da die Rechte an der Wochenschau-Reihe von HBO gehalten werden, ist die gesamte Sammlung digitalisiert worden und über spezialisierte Bildungs-Streamingdienste verfügbar:

1. Digitale Archive und Bildungsplattformen
    • Alexander Street (ProQuest): Auf diesem Portal ist die offizielle The March of Time Video Collection gehostet. Der Zugriff erfolgt in der Regel über Universitätsbibliotheken, Institutionen oder staatliche Archive, die dort ein Abonnement besitzen. 
    • Kanopy: Auch dieser Streamingdienst für Bibliotheken führt die umfassende HBO March of Time Collection. Wenn Sie einen Bibliotheksausweis einer teilnehmenden (oft universitären) Bibliothek besitzen, können Sie die Ausgaben dort streamen.

2. Physische und universitäre Sammlungen
  • National Archives (NARA): Die US-Nationalarchive in College Park, Maryland, verwalten die gespendete March of Time Collection. Nicht alle Rollen sind frei im Netz gestreamt, können aber vor Ort gesichtet oder über den Archiv-Explorer angefragt werden.
  • Indiana University (IULMIA): Das Moving Image Archive der Indiana University besitzt eine der größten physisch erhaltenen Sammlungen der Wochenschau und stellt regelmäßig digitalisierte Ausgaben für Forschungszwecke bereit.

Großbritannien

Die fünf großen Anbieter von Wochenschauen in Großbritannien waren:

British Pathé (Pathé Gazette): Einer der bekanntesten und einflussreichsten Anbieter, der das Jahr 1945 lückenlos dokumentierte.

British Movietone News: Bekannt für fundierte Berichterstattung und die ersten vertonten Wochenschauen.

Gaumont British News: Ein weiterer Marktführer mit starker Präsenz in den britischen Kinos.

Universal News: Lieferte schnelle, prägnante Zusammenfassungen des Weltgeschehens.

Paramount British News: Produzierte unter anderem die Reihe Warwork News.

Die britischen Aufnahmen wurden im Auftrag des Informationsministeriums durch offizielle Militärfotografen erstellt. Die Aufnahmen wurden direkt an den War Office Pool übergeben, aus dem sich Medien wie die British Pathé Wochenschau bedienten. Filmaufnahmen werden die britischen Wochenschauen – British Movietone, British Pathé, British Paramount – aber auch von ihren US-amerikanischen Partnerunternehmen erhalten haben.

Da Filmmaterial im Krieg extrem knapp war, durften die fünf großen britischen Wochenschau-Unternehmen nicht miteinander konkurrieren und unabhängig arbeiten. Kameramänner an den Fronten oder bei politischen Ereignissen arbeiteten in einem Rotationssystem (Rota System) des britischen Informationsministeriums (Ministry of Information, MoI). Das gedrehte Filmmaterial wurde in einem gemeinsamen Pool gesammelt. British Movietone erhielt so Zugriff auf Aufnahmen, die oft von Militärkameramännern oder Kollegen anderer Firmen gemacht wurden, und stellte im Gegenzug eigene Aufnahmen bereit. Bevor ein Newsreel im Jahr 1945 geschnitten werden durfte, unterlag das gesamte Rohmaterial einer strengen militärischen und staatlichen Zensur. Mitarbeiter der Wochenschau-Unternehmen mussten das Material direkt im Hauptquartier des Ministry of Information (im Senate House in London) abholen, nachdem es von den Zensoren freigegeben worden war. Bilder, die die Truppenmoral gefährdeten oder strategische Details verrieten, wurden rigoros aussortiert.

Die Fotografen und Kameraleute gehörten der Army Film and Photographic Unit (AFPU) an. Sie wurde am 24. Oktober 1941 als offizielles Korps von Kampfkameraleuten und Fotografen der britischen Armee während des Zweiten Weltkriegs gegründet. Sie bestand bis 1946. Die Kämpfe und Entwicklungen in Europa wurden von der AFPU-Einheit Nr. 5 dokumentiert. Die AFPU verwendete 35 -mm-Schwarzweißfilm, der etwa 30 Meter lang war und ungefähr 1 Minute 20 Sekunden dauerte (bei 24 Bildern pro Sekunde). Toneffekte und Kommentare wurden später hinzugefügt, um die Aufnahmen für die Verwendung als Wochenschauen einzusetzen.
Da das britische Filmmaterial staatlich koordiniert wurde, führt das Imperial War Museum (IWM) die präzisesten namentlichen Verzeichnisse zu den einzelnen AFPU-Kameramännern der Potsdam-Konferenz.

In der Zone der britischen Delegation waren im Haus Kaiserstr. 12, neben anderen Personen, auch vier „Sergeant Photographers“ untergebracht. Namentlich sind sie nicht aufgeführt. Sergeant James Mapham und Sergeant H. Gilmore könnten jedoch darunter gewesen sein.

Captain Edward G. Malindine vom AFPU wohnte vermutlich auch außerhalb der gesperrten Zone. Er trat im März 1940 in die britische Armee ein und diente später bei der  5. Abteilung der Army Film and Photographic Unit (AFPU). Malindine war zuständig für die Standbildfotografie. Armeefotograf war auch sein Bruder William T. „Bill“ Malindine. Beide arbeiteten vor und nach dem Krieg für die damalige britische Zeitung „Daily Herald„. Heute ist es „The Sun“.

Edward G. Malindine arbeitete mit James Jarché zusammen. Ebenfalls Fotograf und vom „Daily Herald“. Unmittelbar nach Kriegsende war er in Berlin tätig. Ein weiterer Fotograf des „Daily Herald“ war Reuben Saidman. Er soll während der Potsdamer Konferenz auch in Berlin gewesen sein. (Ein bekannter Fotokorrespondent, der für das Magazin Illustrated exklusive Aufnahmen der Staatschefs und der Medien-Hektik im Cecilienhof machte.)

British Pathé

In der British Pathé Archivdatenbank ist zu fast jeder Film-ID ein sogenanntes „Stills Sheet“ oder „Cameraman’s Docket“ hinterlegt. Dort tippten die Redakteure damals handschriftlich ein, welcher Kameramann („Camera: Jones“ oder „Camera: Smith“) das Material eingereicht hat. Das trifft jedoch nicht für die dort zu findenden Beiträge der Potsdamer Konferenz zu.

Titel der Wochenschau „Pathé Gazette“.

Potsdam Villa (1945)
Unveröffentlichtes Material.
Diverse Aufnahmen aus dem Schloss Cecilienhof und seinem Umfeld. Leerer Konferenztisch. Halbtotale von Offizieren der Roten Armee. Die Stern aus Blumen im Innenhof.
Verschiedene Aufnahmen zeigen Soldaten auf Wache, ein sowjetischer Offizier geht vorbei und sie salutieren. Weitere Aufnahmen vom Hausäußeren. Halbtotale: Soldat im Wachdienst am Eingangstor. Totale: Ein Paar spaziert am See entlang, Schwenk zu zwei Männern, die auf einer Veranda an einem Tisch sitzen. Halbtotale: Soldatinnen beim Abwaschen. Totale: das Nauener Tor. Fahrtaufnahme: Soldaten in einem Jeep passieren einen Armeekontrollpunkt. Verschiedene Aufnahmen von Kontrollpunkten und Straßensperren. Einige zeigen Straßenschilder in kyrillischer Schrift, darunter auch ein Schild für die Kaiserstraße. Soldaten passieren die Kontrollpunkte, nachdem sie ihre Papiere vorgezeigt haben. Weitere Aufnahmen vom Hausäußeren.7https://www.britishpathe.com/asset/217543/

Die Aufnahmen für „Potsdam Villa“ entstanden vermutlich vor dem 15. Juli 1945. Mit der Ankunft der britischen und der amerikanischen Delegation am 15. Juli 1945 wurde Fotografen der und Kameramännern der Zugang verwehrt.

Potsdam – Trumans Arrival (1945)
Unveröffentlichtes Material – 15. Juli 1945, Flugplatz Gatow.
Diverse Aufnahmen zeigen die Ankunft des US-Präsidenten Harry S. Truman in Potsdam. Amerikanische
Soldaten salutieren. Die US-Flagge wird gehisst. Trumans Wagen fährt langsam los; Männer gehen nebenher. Soldaten marschieren vorbei.8https://www.britishpathe.com/asset/93996/

Als Veröffentlichungsdatum dieses Filmausschnitts wird der 30. Juli 1945 angegeben. Die Aufnahmen müssen aber zwischen dem 16. Juli und dem 23. Juli 1945 entstanden sein.

The Berlin Scene (1945)
Winston Churchill, Clement Attlee, Feldmarschall Bernard Montgomery und Anthony Eden auf einer Tribüne während der britischen Siegesparade in Berlin (Churchill in RAF-Uniform). Diverse Aufnahmen von mechanisierten Einheiten, Marine-, RAF- und Heereskontingenten mit aufgepflanzten Bajonetten. Diverse Aufnahmen vom Schwarzmarkt in Berlin. Amerikanische und russische Soldaten tauschen Zigaretten mit Zivilisten gegen Uhren und Kameras. Nahaufnahme von Händen, die eine Kamera gegen eine Packung „Lucky Strike“ tauschen. Große Gruppe von ATS-Mädchen (Auxiliary Territorial Services) besichtigt Berlin. Nahaufnahme eines der Mädchen, das ein Stück von Hitlers Schreibtisch in der Berliner Kanzlei abhackt. Frau deckt den Frühstückstisch. Nahaufnahme von Schwarzbrot und Kartoffeln auf einem Frühstückstablett. Deutsche Frau zeigt ihre Rationen in die Kamera. Nahaufnahme der Berliner Ration – Schwarzbrot, Trockenkartoffeln und Karotten.
Vogelperspektive auf die „Großen Drei“ und ihre Adjutanten am Konferenztisch. Nahaufnahme des sowjetischen Führers Josef Wissarionowitsch Stalin am Konferenztisch. Mehrere Aufnahmen von Churchill, Stalin und dem amerikanischen Präsidenten Harry Truman, die am Eingang von Churchills Potsdamer Residenz stehen und sich im Stil von „Auld Lang Syne“ an den Händen fassen.
(Stumm & Tonspur-Negative)https://www.britishpathe.com/asset/67505/

Ein weiterer Filmausschnitt trägt den Titel:

Potsdam Conference (1945)
Gutes Filmmaterial über die drei führenden Politiker der USA auf der Potsdamer Konferenz im Juli 1945. Unveröffentlichtes Material – Datum unklar oder unbekannt.
Potsdamer Konferenz im Schloss Cecilienhof bei Berlin, Juli 1945. Halbtotale der drei Staatschefs beim Spaziergang.
Die Beamten traten hinaus und setzten sich. Hervorragende Halbtotalen zeigen den britischen Premierminister Winston Churchill, Präsident Harry Truman und Präsident Josef Stalin sitzend und lächelnd in die Kameras blickend. Aufnahmen der drei Staatsmänner und anderer Beamter, die aus dem Bild gehen.9https://www.britishpathe.com/asset/94415/

Vermutlich zur gleichen Zeit entstand die folgende Filmsequenz:

Potsdam – Stalin, Churchill, Truman (1945)
Unveröffentlichtes Material – genaues Datum unklar oder unbekannt.
Diverse Aufnahmen von Premierminister Winston Churchill, US-Präsident Harry S. Truman und dem sowjetischen
Staatschef Josef Stalin im Außenbereich von Schloss Cecilienhof. Sie verlassen das Schloss und gehen in den Garten, wo sie in Korbsesseln Platz nehmen und für die Kameras posieren. Churchill und Stalin tragen Uniform, Truman Zivilkleidung. Anschließend kehrt die Gruppe in das Gebäude zurück.10https://www.britishpathe.com/asset/94002/

Die Länge von Wochenschau-Beiträgen überschreitet mit fast 7 Minuten der folgende Film. Die Aufnahmen entstanden vor dem 23. Juli 1945.

Berlin Diary (1945)
Berlin, Deutschland. Szenen von brennenden Großbauten während eines RAF-Angriffs auf Berlin. Zerstörungsszenen am Morgen nach dem Angriff auf Berlin.
Fahrtaufnahmen zeigen die Zerstörung der Straßen, ausgebrannte Straßenbahnen mitten auf der Straße. Lange Busschlangen in Berlin. Menschen steigen in einen deutschen Bus ein. Berlinerinnen räumen Trümmer mit Ketten weg. Eine Gruppe deutscher Frauen sitzt auf einer deutschen Flak. Kinder spielen auf einer zerstörten Flak. Ein Drehorgelspieler spielt auf der Straße und nimmt Geld von einem Mädchen entgegen. Menschen gehen an ausgebrannten Gebäuden vorbei. Menschen sitzen in einem Café in Charlottenburg. Eine große Menschenmenge vor einem deutschen Café. Zuschauer bei einem deutschen Pferderennen. Nahaufnahme der drei Rotarmistinnen. Ein Trabrennen ist im Gange. Nahaufnahme einer Rotarmistin und eines Rotarmisten zusammen. Mehrere Aufnahmen der Zuschauer bei den Rennen. Dehydrierte Kartoffeln werden an Berliner ausgegeben. Eine Frau schneidet Lebensmittelmarken aus einem Lebensmittelheft. Bargeld wird gegen dehydrierte Kartoffeln eingetauscht. Feldmarschall Bernard Montgomery schüttelt die Hände von Rotarmist Schukow und Marschall Rokosowski. Montgomery übergibt Schukow die GCB. Die beiden schütteln sich die Hände. Generalmajor Lyne, Gouverneur des britisch besetzten Berlins, nimmt die Parade der britischen Garnison entgegen. Artilleriegeschütze fahren an der salutierenden Basis vorbei. Ein riesiges Gemälde von Churchill, Roosevelt und Stalin (Konferenz von Jalta) mit britischen Soldaten darunter. Weitere Aufnahmen der britischen mechanisierten Einheiten bei der Parade. Eine große Gruppe Kinder sitzt auf dem Geschütz eines deutschen Tiger-Panzers und beobachtet die Parade. Weitere Aufnahmen von marschierenden Truppen der Armee, der Luftwaffe und der Marine. Der amerikanische Präsident Harry Truman und US-Außenminister James Byrnes landen in Antwerpen vom Kreuzer „Augusta“ auf dem Weg zur Konferenz der Großen Drei in Berlin. Nahaufnahme von Truman und Byrnes in einem Auto. Das Auto fährt weg. Nahaufnahme von General Dwight Eisenhower am Flughafen Brüssel. Mehrere Aufnahmen von Präsident Truman mit den Generalstabschefs. Truman und die Generalstabschefs besteigen Roosevelts ehemaliges Flugzeug vom Typ Skymaster. Schwenkaufnahme der startenden Skymaster. Winston Churchill verlässt die Skymaster in Potsdam. Monty und Schukow begrüßen ihn. Die Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Admiral Cunningham, Feldmarschall Lord Alanbrooke und der Chef der Royal Air Force, Sir Charles Portal, treffen in Potsdam ein. Clement Attlee und Anthony Eden treffen ebenfalls in Potsdam ein. Verschiedene Aufnahmen zeigen Churchill mit seiner Tochter Mary und einer größeren Gruppe von Männern bei einer Besichtigung der Ruinen Berlins. Churchill besucht die Stelle, an der Adolf Hitler und Eva Braun starben. Die Flaggen Großbritanniens, der USA und der UdSSR wehen über einem Konferenzsaal, in dem das Treffen der drei großen Staaten stattfindet. Verschiedene Aufnahmen der Villa und ihres Geländes. Churchill und Truman gehen die Treppe hinunter. Sie bleiben stehen und schütteln sich die Hände – sie posieren für die Presse. Delegierte betreten den Konferenzraum mit einem großen runden Tisch in der Mitte. Mehrere Aufnahmen zeigen Churchill im Gespräch mit Josef Wissarionowitsch Stalin.
(Stumm & Negative nachbearbeitet.)11https://www.britishpathe.com/asset/67507/

Im Jahr 1964 entstand der über 8 Minuten lange Film „Date with History – Hiroshima – Reel 3„.

Dokumentation über die Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Abwurf der ersten Atombombe auf Hiroshima.
Premierminister Clement Attlee, Präsident Harry S. Truman und Josef Stalin auf der Potsdamer Konferenz 1945. (Ebenfalls im Bild: der russische Außenminister.)Molotowcocktail). Attlee am Schreibtisch während der Potsdamer Konferenz, neben ihm der britische Außenminister Ernest Bevin. Der japanische Herrscher – Kaiser Hirohito (?) – unterzeichnet ein Dokument. Luftaufnahmen eines amerikanischen Kriegsschiffs (Kommentar über den Kreuzer Indianapolis). Totale: Pazifikinsel – Tinian (?). Eine B-29 Superfortress wartet am Boden. Ein Militärpolizist geht um einen amerikanischen Bomber herum. Nahaufnahme: Abdeckungen um die Bombenschachttüren zur Geheimhaltung. Zwei US-Flieger stehen neben der Enola Gay – der Name ist an der Seite des Flugzeugs aufgemalt. Die Besatzung legt die Fallschirme an, um in das Flugzeug einzusteigen. Flugzeuge starten. Ludovic Kennedy spricht in die Kamera. 01:19:34 Amerikanisches Kriegsschiff auf See. Japanische Kriegsführer betreten die USS Missouri. Die japanische Kapitulation wird von General Douglas MacArthur unterzeichnet. MacArthur spricht ins Mikrofon (SOF). Ein japanischer Vertreter setzt sich, um die Kapitulation zu unterzeichnen. Nahaufnahme: MacArthur. Der japanische Vertreter steht auf und geht vom Tisch weg. Sein Kopf ist gesenkt. Ein japanischer Soldat unterschreibt. 01:27:36 Präsident Truman verfasst ein Dokument im Kreise seiner Berater. Ludovic Kennedy. Standbild – (?) Admiral Leahy (laut Unterlagen Stimson). Ludovic Kennedy. Szenen aus der englischen Landschaft (Kühe, Schweine, Hühner). Ludovic Kennedy. Nahaufnahme der Linse eines Filmprojektors. Totale von Hiroshima nach dem Wiederaufbau. Ein Mann steht schweigend am Hiroshima-Denkmal. Weitere Szenen aus Hiroshima und von Japanern. Kinder klatschen und spielen. Eine Japanerin am Denkmal.
Abspann. Eine Associated British-Pathe Produktion.
Hinweis: Diese Dokumentation wirft Fragen zum Atombombenabwurf auf Hiroshima auf.12https://www.britishpathe.com/asset/196315/

British Movietone News

Obwohl die Marke bereits seit 1929 existierte, war der Entstehungsprozess der Wochenschau-Beiträge im Jahr 1945 durch strikte staatliche Zensur, Materialknappheit und eine kooperative Bildereinteilung geprägt. Das gedrehte Filmmaterial wurde in einem gemeinsamen Pool gesammelt. British Movietone erhielt so Zugriff auf Aufnahmen, die oft von Militärkameramännern oder Kollegen anderer Firmen gemacht wurden, und stellte im Gegenzug eigene Aufnahmen bereit. Sobald das freigegebene Negativmaterial vorlag, lief die Produktion im Movietone-Hauptquartier am Soho Square in London zusammen. Es wurden routinemäßig zwei Ausgaben pro Woche produziert. Die Redakteure (unter der langjährigen Leitung von Produzent Gerald Sanger) schnitten die Filmrollen zusammen. Da es sich um Tonfilme handelte, wurde im Studio die markante, dramatische Hintergrundmusik eingespielt und der berühmte Sprecher Leslie Mitchell sprach den typisch patriotischen und informierenden Kommentar ein.13Vgl. https://terencegallacher.wordpress.com/2011/08/19/the-story-of-movietone/

Da das historische Treffen der „Großen Drei“ (Churchill/Attlee, Truman und Stalin) unter extremen Sicherheitsvorkehrungen und Geheimhaltung ablief, wurden die Berichte primär in zwei Phasen veröffentlicht: als Vorabberichte während der Konferenz und als große Zusammenfassungen nach dem Abschluss. Vor Ort in Potsdam arbeitete die britische No. 5 Army Film and Photographic Unit (AFPU) eng mit zivilen Kameramännern zusammen. Für British Movietone war der Kameramann John Cotter akkreditiert, um das Bildmaterial für den nationalen Pool zu produzieren.

Heute sind die historischen Filmrollen von British Movietone vollständig digitalisiert und können über Archivplattformen wie AP Archive oder den offiziellen YouTube-Kanal von British Movietone gesichtet werden.

„Potsdam Conference Preview“ (Juli 1945)
Diese Ausgabe entstand unmittelbar zu Beginn des Treffens im zerstörten Berlin und Potsdam. Gezeigt wurden die Ankunft der Delegationen und die ersten informellen Treffen der Staatsmänner. Churchill wurde gefilmt, wie er die Ruinen der Reichskanzlei in Berlin besichtigte.

„The Potsdam Conference“/„Potsdam Conference 1945“ (Anfang August 1945)
Dies war die offizielle, große Zusammenfassung nach der Unterzeichnung des Potsdamer Abkommens.
Diese Ausgabe ist historisch besonders wertvoll, weil sie den mitten in der Konferenz stattgefundenen britischen Regierungswechsel dokumentiert. Man sieht Winston Churchill und Clement Attlee anfangs noch gemeinsam, nach dem Erdrutschsieg der Labour-Partei bei den britischen Unterhauswahlen kehrte Attlee schließlich als neuer Premierminister an die Seite von Truman und Stalin zurück. Die Aufnahmen, in denen sich die drei Staatschefs im Garten des Schlosses Cecilienhof für die Kameras formieren, lächeln und sich gegenseitig die Hände schütteln, stammen aus diesem Beitrag.

Gaumont-British News

Die Produktion und Nutzung der Wochenschau-Beiträge unterlag den gleichen Bedingungen, wie sie bei den anderen Wochenschau-Unternehmen beschrieben wurden. Das Studio war zu dieser Zeit Teil der Organisation von Joseph Arthur Rank, der die britische Kinolandschaft und Nachrichtenproduktion dominierte.

Die Wochenschauen (Newsreels) von Gaumont-British News (produziert zwischen 1934 und 1959) sind heute primär an zwei Stellen archiviert und zugänglich. Die kommerziellen Vertriebsrechte und die vollständig digitalisierte Filmsammlung liegen bei British Pathé. Die originalen physischen Filmrollen (Nitrat- und Acetatfilme) werden in staatlichen britischen Kulturarchiven für die Nachwelt konserviert.

Die historische Sammlung von Gaumont-British ging ursprünglich in das Archiv der Nachrichtenagentur Reuters über. British Pathé übernahm die globale Vertretung dieses historischen Reuters-Bestands. Nahezu alle Ausgaben von Gaumont-British News sind heute digitalisiert über die British Pathé Website sowie deren YouTube-Kanal frei anschaubar. Das Nationale Archiv des British Film Institute bewahrt weite Teile der originalen Filmrollen der britischen Kinogeschichte auf. Da die Wochenschauen insbesondere während des Zweiten Weltkriegs (wie die Ausgaben aus dem Jahr 1945) unter staatlicher Koordination entstanden, lagern viele spezifische Kriegsausgaben und Masterbänder in den Archiven des Imperial War Museum.

Universal Newsreel

Universal Newsreel der Universal Studios entstanden als wöchentlich bzw. zweimal wöchentlich veröffentlichte Kinoberichte. Sie waren rund 7 bis 10 Minuten lang und in Schwarz-Weiß. Jede Ausgabe bestand meist aus fünf bis sieben Einzelgeschichten zu nationalen und internationalen Themen, die im Schnitt je zwei Minuten lang waren. Die Beiträge entstanden mit Material von Militärkamerateams und eigenen Kameraleuten vor Ort. Die Beiträge wurden in den USA und weltweit für das Kinopublikum produziert. Die markante Vertonung und Moderation übernahm zu dieser Zeit maßgeblich Ed Herlihy, während die redaktionelle Ursprungslinie auf Produzenten wie Sam B. Jacobson zurückging.

Die vollständige und offizielle Sammlung der Universal Newsreel befindet sich in der Moving Image and Sound Branch der US-Nationalarchive (National Archives and Records Administration, NARA). Nachdem Universal Studios die Produktion Ende 1967 einstellte, schenkte die Muttergesellschaft MCA/Universal die gesamte Filmbibliothek dem US-amerikanischen Volk. Seit 1974 befinden sich die Rechte und die physischen Filmrollen offiziell im Besitz der US-Regierung und gehören zur Public Domain (Gemeingut). Die Archive wurden in den letzten Jahren umfassend digitalisiert. Es kann direkt im Online-Katalog der National Archives nach historischen Aufnahmen wie der Potsdam Conference oder bestimmten Ausgaben aus dem Sommer 1945 (Volume 18) gesucht werden.

Auf der Plattform Internet Archive gibt es eine Kollektion für die Universal Newsreels. Dort lassen sich die Ausgaben nach Jahren (1945) filtern, streamen und kostenlos herunterladen. Der offizielle Kanal der US National Archives sowie historische Film-Plattformen wie British Pathé und zeithistorische Archive haben die Wochenschauberichte zur Potsdamer Konferenz (meist betitelt als „The Big Three at the Potsdam Conference“ oder „Potsdam Conference (1945)“) in voller Länge hochgeladen.

Paramount British News

Während des Krieges und bis ins Jahr 1945 hinein operierte British Paramount im Rahmen eines Poolsystems mit anderen kommerziellen Unternehmen (wie British Movietone und Gaumont-British), die vom Informationsministerium beaufsichtigt wurden. Erhaltenes Filmmaterial ist archiviert und online über digitale Filmarchive wie den BFI Player und YouTube zugänglich.
British Paramount verfügte über exzellente Kriegsberichterstatter, wie die Kameraleute Ian Duncan Struthers und Edouard P. “Ted” Genock. Beide waren aber nicht in Berlin. Zumindest gibt es dafür keine Hinweise.

Die wichtigsten Wochenschau-Segmente und Aufnahmen von Paramount zur Konferenz umfassten:

1. Die Ankunft und die „Großen Drei“ (Reel 1)
In der ersten Wochenschau-Rolle zur Konferenz wurde vor allem die Anreise dokumentiert:
Die Ankunft von US-Präsident Harry S. Truman in Europa und seine Weiterreise nach Berlin/Potsdam.
Das berühmte Posieren im Garten des Schlosses Cecilienhof, bei dem Truman, Winston Churchill und Josef Stalin gemeinsam für die Kameras lächelten und Hände schüttelten.
Das Hissen der amerikanischen Flagge („Flag of Liberation“) im besetzten Berlin am 20. Juli 1945.14https://www.youtube.com/watch?v=R0oOQg3J_uI

2. Der Machtwechsel und das Konferenzende (Reel 2)
Die zweite Wochenschau-Rolle fing die dramatischen politischen Veränderungen während der laufenden Konferenz ein:
Der Wechsel in der britischen Delegation: Mitten in der Konferenz verlor Churchill die britische Unterhauswahl. Die Paramount-Kameras dokumentierten die Rückkehr des neuen britischen Premierministers Clement Attlee als offizieller Delegierter und das anschließende neue Gruppenfoto mit Stalin und Truman.
Aufnahmen der Militärführungen am runden Tisch bei der Planung des weiteren Vorgehens gegen Japan
Die Abreise der Staatschefs nach der Unterzeichnung des Potsdamer Abkommens Anfang August 1945.

Da die Rechte von Paramount-Material über die Jahrzehnte gewechselt haben, finden Sie diese spezifischen Potsdamer Filmsegmente heute vor allem an drei Orten:
Sherman Grinberg Film Library
Harry S. Truman Presidential Library
British Pathé.

Die Truman-Bibliothek besitzt die Freigabe für die Paramount-Filmprotokolle über Trumans Deutschlandreise und hat diese historischen Clips (Reel 1 & Reel 2) öffentlich zugänglich gemacht. Da britisches Wochenschau-Material während des Krieges oft in Pools geteilt wurde, finden sich die identischen Filmszenen (wie „Potsdam Big Three Meeting“ oder „Potsdam – Truman’s Arrival“) auch direkt in der Potsdam-Kollektion von British Pathé.

Sowjetunion

Die sowjetische Delegation brachte einige der heute historisch bekanntesten Fotografen des Zweiten Weltkriegs nach Potsdam. Sie filmten für die sowjetische Wochenschau und staatliche Medien:
Jewgeni Chaldej (Yevgeny Khaldei): Der wohl berühmteste sowjetische Fotograf (bekannt für das Bild der Flagge auf dem Reichstag). Er fotografierte die Eröffnungssitzung und dokumentierte Stalin intensiv.
Roman Karmen: Ein weltbekannter sowjetischer Dokumentarfilmer und Kriegskameramann, der maßgeblich an den Filmaufnahmen in Potsdam und später bei den Nürnberger Prozessen beteiligt war.

Anmerkungen

  • 1
    https://www.foxarchives.com/about ↩︎
  • 2
    https://www.foxmovietonenews.com/ ↩︎
  • 3
    https://filmlibrary.shermangrinberg.com/?s=file=63541 ↩︎
  • 4
    https://filmlibrary.shermangrinberg.com/?s=file=63545 ↩︎
  • 5
    https://filmlibrary.shermangrinberg.com/?s=file=467666 ↩︎
  • 6
    https://www.stockfootagenewsroom.com/blog/2020/4/17/sherman-grinberg-film-library-digitization-project-update ↩︎
  • 7
    https://www.britishpathe.com/asset/217543/ ↩︎
  • 8
    https://www.britishpathe.com/asset/93996/ ↩︎
  • 9
    https://www.britishpathe.com/asset/94415/ ↩︎
  • 10
    https://www.britishpathe.com/asset/94002/ ↩︎
  • 11
    https://www.britishpathe.com/asset/67507/ ↩︎
  • 12
    https://www.britishpathe.com/asset/196315/ ↩︎
  • 13
    Vgl. https://terencegallacher.wordpress.com/2011/08/19/the-story-of-movietone/ ↩︎
  • 14
    https://www.youtube.com/watch?v=R0oOQg3J_uI ↩︎

© GeschichtsManufaktur Potsdam, 29. September 2026