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Weltweit größte Foto- und Filmsammlung

19.08.2026 (GMP). 200 Medienvertreter sollen während der Potsdamer Konferenz im Juli/August 1945 in deren Umfeld tätig gewesen sein. Das schrieb Charles G. Ross, Pressesprecher von US-Präsident Harry S. Truman, in einem Fernschreiben der US-Delegation. Nur sehr wenige von ihnen waren als Mitglieder der offiziellen Delegationen berechtigt, Fotos oder Filmaufnahmen anzufertigen. Die Mehrzahl musste sich außerhalb von Potsdam und Neubabelsberg aufhalten. Zugang zum Konferenzort hatten sie für sehr kurze Zeit erst nach Abreise der Delegationen.
Die in der Zeit zwischen dem 7. Juli 1945 und dem 5. August 1945 entstandenen Fotos und Filmaufnahmen sind in keiner, alle Dokumente zur Konferenz erfassenden, Datenbank enthalten. Die GeschichtsManufaktur Potsdam hat deshalb mit Beginn ihrer Forschungen zur Potsdamer Konferenz im Jahr 2020 auch die Bildquellen erfasst, sie chronologisch geordnet und begonnen, eine inhaltliche Übersicht aufzubauen. Überprüft werden die Bildbeschreibungen und unterschieden, welche Aufnahmen während der Konferenz entstanden bzw. davor und danach. Die so geschaffene Foto- und Filmsammlung ist aktuell die weltweit größte zur Potsdamer Konferenz.

TOP SECRET-Dokumente in Auswertung

18.08.2026 (GMP). Das Nationalarchiv der USA (National Archives) verfügt über einen Aktenbestand zum MAP-ROOM der US-Regierung für die Zeit der Potsdamer Konferenz. Er wurde gebildet aus Dokumenten, die die Harry S. Truman Library dem Archiv übergab. Der Bestand umfasst 1.588 Dokumente, die in 18 Ordnern erfasst sind. Es handelt sich überwiegend um einstige TOP SECRET-Dokumente, die am 10. August 1972 durch das U.S. Department of State (Außenministerium) aus dem Geheimhaltungsstatus entlassen wurden. Sie sind online nutzbar.
Das Problem ist nur, dass die 18 Ordner zwar in Eingangs (IN) – und Ausgangs (OUT)-Ordner unterteilt wurden. Die Dokumente aber nicht insgesamt chronologisch und inhaltlich einander zugeordnet sind.
Die GeschichtsManfaktur Potsdam hat den Mangel der chronologischen Zuordnung behoben, teilweise auch die inhaltliche. Eine erste Auswertung wurde am 14. August 2026 auf dieser Seite veröffentlicht.

1945: Als sich „EMBER“ und „STEEL“ in Potsdam trafen

18.08.2026 (GMP). „TERMINAL“ wurde zum Codewort für die Potsdamer Konferenz. Churchill schlug das Codewort US-Präsident Truman vor, als sich dieser auf dem schweren Kreuzer USS „Augusta“ auf dem Weg nach Europa befand. Parallel dazu wurden – zumindest für den Schriftverkehr der US-Regierung – auch Tarnnamen für die drei Staatsoberhäupter sowie für führende Mitglieder der Regierung eingeführt. TRUMAN war danach „EMBER“ (dtsch. Glut) und Stalin „STEEL“ (dtsch. Stahl).
Diese Formulierungen wurden aber nur kurze Zeit verwendet. Da die Verschlüsselung der Nachrichten immer mehr professionalisiert wurde.

Film über Potsdamer Konferenz

17.08.2026 (GMP). Die in Babelsberg ansässige Raccoon Features GmbH produziert 2026 einen Film über die Potsdamer Konferenz. Das berichtet die Tageszeitung „Potsdamer Neueste Nachrichten“ (PNN) in ihrer Ausgabe vom 17. August 2026. „The Price of Peace“ lautet der Titel und der neuseeländische Schriftsteller, Dramatiker, Drehbuchautor und Filmproduzent Anthony McCarten ist der Regisseur und Autor. Guy Pearce spielt Harry S. Truman, Jared Harris ist Winston Churchill und Merab Ninidze spielt Stalin.Weitere Informationen zu dem Film sind auf der Internetseite IMDB zu finden. Das Drehbuch des Films verarbeitet den 2016 erschienenen Bestseller des US-amerikanischen Wissenschaftautors Steve Olson „The Apocalypse Factory. Plutonium and the Making of the Atomic Age„.
Wann der Film endgültig fertig sein wird, ist noch nicht bekannt. Sicher ist jedoch schon jetzt: Trotz der von den PNN in ihrem Beitrag geäußerten Euphorie, dass die Potsdamer Konferenz in einem Film verarbeitet wird, spielt das Ereignis darin vermutlich nur eine Nebenrolle. Wie schon in Olsons Buch. Auf den 336 Seiten der Ebook-Ausgabe wird die Potsdamer Konferenz nur an fünf Stellen erwähnt. Und das auch nur sehr oberflächlich.

Erinnerung an Arthur Prettyman

16.08.2026 (GMP). Ohne seinen Kammerdiener, Arthur Prettyman, wären die Bekleidung und das Erscheinungsbild des US-Präsidenten Harry S. Truman unvollkommen gewesen.Wie schon seinen Vorgänger, Franklin. D. Roosevelt, betreute Prettyman ihn rund um die Uhr. Roosevelt zeigte ihm seine Dankbarkeit und auf mehreren Fotos ist der Kammerdiener mit dem Präsidenten zu sehen oder allein. Truman war diesbezüglich nicht besonders aufmerksam. Während seines Auffenthaltes in Neubabelsberg musste Prettyman im Keller des „Little White House“ schlafen und auf keinem Foto, das in dieser Zeit entstand, ist er zu finden. Auch in den Erinnerungen von Truman gibt es ihn nicht.
Die GeschichtsManufaktur Potsdam hat Arthur Prettyman ein kleines Denkmal gesetzt und erinnert die Öffentlichkeit daran, wie viele Menschen ihren Beitrag zur Potsdamer Konferenz leisteten.