Im Januar 1942 ließ US-Präsident Franklin D. Rosevelt im Erdgeschoss des Regierungssitzes in Washington D. C. einen Kartenraum („Map Room“) einrichten.1Vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/Map_Room_(White_House) Er war dem Lagezentrum von Winston Churchill (War Room) nachempfunden und ein streng geheimes Kommando- und Kommunikationszentrum, das auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagezentrum genutzt wurde. Hielt sich der Präsident für längere Zeit außerhalb des Weißen Haus auf, wurde an seinem Aufenthaltsort ebenfalls ein Map Room eingerichtet. Während der Potsdamer Konferenz befand er sich in Neubabelsberg, im Erdgeschoss der Kaiserstr. 2. In Trumans Residenz, die als Little White House bezeichnet wurde.

Entstehung und Aufgaben des Map Room

Der Angriff Japans auf Pearl Harbour am 7. Dezember 1941 und der damit erzwungene Kriegseintritt der USA war der Anlass für den Umbau einer Garderobe im Erdgeschoss des Wahingtoner Regierungssitzes zum geheimen Lagezentrum, um von dort die globalen Militärfronten zu verfolgen. Zur besseren Übersicht wurden die Wände mit Landkarten behangen. Daher die Bezeichnung Map Room.

Er war rund um die Uhr mit Offizieren der US-Armee und -Marine besetzt, um verschlüsselte Nachrichten zu empfangen bzw. zu versenden und um Positionskarten der alliierten und feindlichen Streitkräfte zu verwalten. Zugleich bearbeitete das Personal die Korrespondenz zwischen dem Präsidenten und führenden Persönlichkeiten des Auslands.

Admiral John L. McCrea, Marineadjutant von Präsident Roosevelt2https://en.wikipedia.org/wiki/John_L._McCrea, erinnert sich in einem am 19. März 1973 geführten Gespräch:

Der Kartenraum wuchs – er wuchs einfach – manchmal eher zufällig… Die Armee war so großzügig und schickte uns einige gute Leute… Auch die Marine schickte uns gute Leute. Der Kartenraum war ein 24-Stunden-Betrieb. Immer öfter, als die Operation anlief, kam der Präsident morgens auf dem Weg ins Büro und nachmittags auf dem Weg in seine Gemächer in den Raum. … Soweit ich mich erinnere, waren bis auf zwei reguläre Armeeoffiziere alle Reservisten, etwa zu gleichen Teilen bei Heer und Marine. Sie waren intelligent, aufmerksam, hilfsbereit und vor allem wussten sie, wie man den Mund hält.3https://www.fdrlibrary.org/map-room

Zutritt zum Map Room hatten nur der Präsident und von ihm bestimmte Personen. Der Secret Service hatte keine Zugangsberechtigung.4Vgl. ebenda.

Der Marineadjutant des Präsidenten hatte die Leitung des Map Room inne. Er war an Geheimdienstbesprechungen für den Präsidenten und an Konferenzen zu dringenden Angelegenheiten im militärischen und diplomatischen Bereich beteiligt. Während der Amtszeit von Präsident Truman waren die Marineadjutanten des Präsidenten James K. Vardaman, Jr. (1945-1946), Clark M. Clifford (1946), James H. Foskett (1946-1948) und Robert L. Dennison (1948-1953).

George M. Elsey war während der Potsdamer Konferenz im Map Room in Neubabelsberg tätig. In einem mit ihm 1969 geführten Gespräch erinnert er sich:

Wie bereits erwähnt, war ich im April 1945, als Truman Präsident wurde, Offizier der Marinereserve und diente damals als Assistent von Vizeadmiral Wilson Brown, dem Marineadjutanten des Präsidenten. Ich begleitete Herrn Truman zur Potsdamer Konferenz. Als er von dort zurückkehrte, war der Krieg mit Japan praktisch beendet, und so arbeitete ich im Herbst 1945 mit dem neuen Marineadjutanten, Commodore James K. Vardaman, und seinem Assistenten, Fregattenkapitän Clark N. Clifford, an zahlreichen Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Demobilisierung. Im Herbst 1945 interessierte sich Präsident Truman sehr für die allgemeine Wehrpflicht und begann sich – neben seinen vielen anderen neuen Aufgaben – mit der Nachkriegsorganisation der Streitkräfte zu befassen. Er bat Vardaman, und Vardaman wiederum bat Clifford, die zahlreichen Vorschläge in diesen beiden Bereichen – allgemeine Wehrpflicht und Nachkriegsorganisation der Streitkräfte – zu analysieren, Zusammenfassungen für ihn anzufertigen und Bewertungen zu verfassen.5https://www.trumanlibrary.gov/library/oral-histories/elsey4#123

Auf dem Weg nach Europa

Unter völliger Geheimhaltung verließ US-Präsident Harry S. Truman am Abend des 6. Juli 1945 das Weiße Haus. Begleitet wurde er von wenigen Personen, so dass zufällige Beobachter nicht erkennen konnten, was die Gruppe für ein Ziel hatte.

Der Präsident verließ das Weiße Haus um 21:40 Uhr mit dem Auto in Richtung Union Station, begleitet von Mr. John Snyder, Secretary Charles G. Ross, Brigadegeneral Harry H. Vaughan, Captain James K. Vardaman Jr. und Mr. Fred Canfil. Die Gruppe traf um 21:50 Uhr am Bahnhof (Gleis 2) ein und bestieg umgehend den Sonderzug. Mr. Snyder begleitete die Gruppe nicht weiter; er verabschiedete den Präsidenten und verließ anschließend den Zug. Secretary Byrnes kam um 22:15 Uhr an Bord. Flottenadmiral Leahy und weitere Mitglieder der Delegation des Präsidenten waren bereits früher am Abend zugestiegen.
Um 23:00 Uhr verließ der Sonderzug Washington über die Strecken der Richmond, Fredericksburg and Potomac Railroad in Richtung Newport News, Virginia. In Newport News erwartete der Schwere Kreuzer AUGUSTA (CA31) den Präsidenten und seine Begleitung.6Log of President Harry S. Truman’s Trip to the Berlin Conference, NAID: 79443350, p. 1.

Am frühen Morgen des 7. Juli wurde die Zugfahrt kurzzeitig unterbrochen.

Um 02:00 Uhr legten wir in Richmond einen kurzen betrieblichen Halt ein. Dort wurde unser Zug für die verbleibende Strecke bis Newport News von der Chesapeake and Ohio Railway übernommen.
Unser Zug traf um 05:50 Uhr in Newport News ein und wurde am Pier Nr. 6 – im Verschiffungshafen der U.S. Army – abgestellt. Dies ist derselbe Hafen, den Präsident Roosevelt Anfang des Jahres für seine Reise auf die Krim und in den Nahen Osten genutzt hatte.7Ebenda.

Am 7. Juli 1945 legte der schwere Kreuzer USS „Augusta“ im Hafen Newport News ab. An Bord waren als Passagiere US-Präsident Harry S. Truman, seine Delegation inklusive Vertreter der Medien und das Servicepersonal (Filipinos und Kammerdiener Arthur Prettyman). Begleitet wurde die „Augusta“ vom leichten Kreuzer „Philadelphia„. Commanding Officer auf der „Augusta“ war Captain James H. Foskett. Von Juni 1945 bis zum 27. August 1945 hatte er das Kommando über die „Augusta“. Zu seiner Mannschaft gehörten auf dieser Fahrt:

Commanding Officer, Captain James H. Foskett, U.S.N., Chevy Chase, Md.
Executive Officer, Commander Charles Lawrence Freeman, U.S.N., New London, Conn.
Commander H. F. Crist, U.S.N., of Baltimore, Md., Navigator
Commander J. B. Gay Jr., U.S.N, of San Diego, Calif., First Lieutenant and Damage Control Officer
Lieut. Commander S. H. Graham Jr., U.S.N., of Burlington, Mass., Gunnery Officer
Lieut. Commander N. V. King, U.S.N.R., of New York, Engineer Officer
Lieutenant Carl L. Goullaud, U.S.N.R., of Brookline, Mass., Communications Officer
Lieut. Commander Jesse Stanley Claypoole Jr., (SC), U.S.N., of New Bern, N.C., Supply Officer
Lieut. Commander W. F. Berberich, (MC), U.S.N., of Washington, D.C., Medical Officer.

Beide Schiffe zusammen bildeten das Geschwader 68 unter dem Befehl des Konteradmirals Allen R. McCann, der beauftragt war, den Präsidenten der Vereinigten Staaten und sein Gefolge nach Europa und von Europa wieder nach Hause zu bringen. Eine weitere Eskorte gab es nicht , weder zur See noch in der Luft.
Die „Philadelphia“ fuhr voraus und glättete die Wogen, damit diejenigen unter uns, die nicht seefest waren, von Seekrankheit verschont blieben.8Truman, Harry S., Memoiren. Bd. 1: Das Jahr der Entscheidungen (1945), Stuttgart 1955, S. 325.

Commander John Augustine Tyree war im Map Room auf der „Augusta“ der Assistent des Marineadjutanten James K. Vardaman und leitete den Map Room. In dieser Eigenschaft versandte er am 8. Juli 1945 folgende Nachricht:

Bitte informieren Sie Kapitän Fernald darüber, dass Fähnrich Detwiler mehr Datenverkehr wünscht, um die Hochgeschwindigkeitsverbindung aktiv zu halten; zudem besteht an Bord der Wunsch nach mehr Nachrichtenmeldungen. Es wird vorgeschlagen, zu prüfen, ob NSS routinemäßige Meldungen von Washingtoner Nachrichtentickern in regelmäßigen Abständen über Detwilers Verbindung übermitteln kann.9National Archives, NAID1701756, p. 45.

Empfänger war Eben A. Ayers, der in Washington verbliebene Stellvertreter von Trumans Pressesprecher Charles G. Ross. Captain James Merrill Fernand arbeitete im Department of the Navy (Büro des Chiefs of Naval Operations) als stellvertretender Leiter der Abteilung für Marinekommunikation. Bei Fähnrich (Ensign) Detwiler kann es sich um Donald J. Detwiler handeln. Der 42jährige war Elektronikingenieur und Marineoffizier. Im Alter von 14 Jahren arbeitete er bis 1918 als Page im US-Senat für den Senator von Kansas, William H. Thompson. Während seiner einjährigen Dienstzeit sammelte Detwiler mehr als 115 Unterschriften führender Politiker in einem ledergebundenen Album. Dieses heute historisch wertvolle Dokument wird von der U.S. Senate Kunst- und Artefaktesammlung aufbewahrt. 1941 hatte er den Rang eines Chief Radio Electrician und war auf der Naval Air Station in Anacostia, DC, stationiert. Um 1925 wurde dieser Dienstgrad für Personal mit spezialisierten Funk- und Elektrotechnikaufgaben eingeführt. Vermutlich leitete er 1945 die Kommunikationsabteilung auf der „Augusta“. Mit der Abkürzung „NSS“ ist die NSS Annapolis gemeint. Offiziell bekannt als Naval Communications Station Washington, DC Transmitter oder NavCommStaWashingtonDC(T) , war eine von der United States Navy betriebene Sendestation für sehr niedrige Frequenzen ( VLF ) und hohe Frequenzen (HF).

Harry S. Truman würdigt in seinen Erinnerungen die Tätigkeit des Map Rooms auf der „Augusta“.

In diesen neun Tagen auf See war ich dank der einzigartigen Nachrichtenübermittlung, die auf der „Augusta“ eingerichtet worden war, in ständiger Fühlung mit den Ereignissen zu Hause und in aller Welt geblieben, war doch das Büro ihres Ersten Offiziers in eine Nachrichtenzentrale mit allem Zubehör umgewandelt worden. Analog zum Kartenraum im Weißen Haus nannten wir sie den Befehlskartenraum, und da der Ein- und Ausgang von Nachrichten hier nicht geringer war als im Weißen Haus selbst, verwandelte sich das Büro des Schiffsoffiziers zum Nervenzentrum der Regierungsgeschäfte.10Truman, Harry S., a.a.O., S. 328.

Im Logbuch der Reise des Präsidenten nach Potsdam und wieder zurück nach Washington wurde hinsichtlich der Unterbringung festgehalten.

Während ihres Aufenthalts an Bord der „Augusta“ belegte die Delegation des Präsidenten den sogenannten „Flaggenbereich“ (Flag Country).
Der Präsident wohnte in der Admiralskabine, Minister Byrnes in der Kapitänskabine, Admiral Leahy in der Kabine des Stabschefs, Mr. Ross in der Kabine des Ersten Offiziers, General Vaughan in der Kabine „G“, Captain McMahon in der Kabine „B“ und Kapitän Vardaman in der Kabine „H“. All diese Quartiere befanden sich auf dem „O1“-Deck – dem ersten Deck über dem Hauptdeck. Minister Byrnes, Admiral Leahy, Mr. Ross, General Vaughan, Captain McMahon und Captain Vardaman nahmen ihre Mahlzeiten gemeinsam mit dem Präsidenten in dessen Kabine ein. Die übrigen Mitglieder der Delegation waren im Bereich der Offiziersmesse untergebracht und wurden in der Offiziersmesse verpflegt.
Die Vorbereitungen an Bord waren äußerst gründlich gewesen, und schon bald hatten sich alle in ihren jeweiligen Quartieren eingerichtet.11Log of President Harry S. Truman’s Trip to the Berlin Conference, a.a.O., p. 2.

Zur Einrichtung des Map Rooms auf dem Schiff heißt es:

Im Büro des Ersten Offiziers wurde ein Kartenraum samt Kommunikationszentrale für den Präsidenten eingerichtet. Das Personal hierfür bestand aus Lieutenant George M. Elsey (U.S.N.R.), Captain Frank H. Graham (A.U.S.) und dem Ship`s Clerk Edwin L. Hoying (U.S.N.R.), unter der Gesamtleitung von Commander John A. Tyree Jr. (U.S.N.). Lieutenant William M. Rigdon (U.S.N.) fungierte während der Reise als persönlicher Sekretär des Präsidenten und war – unterstützt von Ensign Cecil M. Fleener (U.S.N.R.) – zugleich als Sekretär für die gesamte Delegation tätig.12Ebenda.

Am 8. Juli gab Vardaman eine Statusmeldung nach Washington durch und äußerte einen Nachsendewunsch für die Kurierpost (Pouch).

In der zweiten Schublade auf der rechten Seite des Schreibtisches des Präsidenten im Amtszimmer befinden sich mehrere Karten von Europa. Bitte leiten Sie diese mit der ersten Kurierpost weiter.
Bitte rufen Sie die Familie des Präsidenten in Independence und Grandview an und richten Sie aus, dass es ihm sehr gut geht und er sich wohlfühlt. …
Bislang eine wunderbare Reise; ausgezeichnetes Wetter, der gesamten Reisegruppe geht es gut und alle genießen die Reise.13Ebenda, p. 44.

1945 gab es für den Transport von Dokumenten des Weißen Hauses die tägliche Kurierposttasche für Regierungsdokumente („White House Pouch“). Wenn der Präsident außerhalb von Washington reiste, wurden alle wichtigen Regierungsdokumente, zu unterzeichnenden Gesetze und geheimen Berichte in einer verschlossenen, ledernen Dokumententasche – der sogenannten „White House pouch“ – per Flugzeug oder Kurier transportiert. Das Kurierflugzeug landete auf der USS „Philadelphia“, von wo aus die Post per Boot zur „Augusta“ gebracht wurde. es gab aber eine zweite Möglichkewit, um Kurierpost und andere Dinge von einem Schiff zum anderen zu transportieren, die „Highline„. Das waren zwischen zwei Schiffen straff gespannte Seile oder Drähte. Mit einer Leinenkanone oder einem Gewehr wurde eine leichte Botenleine von einem Schiff zum anderen geschossen, um schwerere Kabel hinüberzuziehen. Mit einem daran bestigten Flaschenzug oder kleinen Wagen wurden die Dinge, wie die Kurierpost, befördert.

„Highline“: Transport von Proviant bzw. Kurierpost zwischen zwei Schiffen auf hoher See.

Ab dem 9. Juli 1945 gingen die Schreiben durch den Äther, die sich mit der Ankunft des Präsidenten und seiner Delegation in Europa befassten und mit ihrer Weiterreise zum Konferenzort.

James Joseph Rowley war der in Europa und am Konferenzort für alle Fragen des Transports, der Unterbringung und Versorgungdes Präsidenten und seiner Begleitung zuständige Agent des Secret Service. Die ihm übermittelte erste Nachricht unterzeichneten General Harry H. Vaughan, der wichtigste militärische Berater Trumans, Marineadjutant Vardaman und der Truman begleitende Secret Service Agent George C. Drescher.

9. Juli 1945
VON: – GENERAL VAUGHAN, KAPITÄN VARDAMAN, MR. DRESCHER
AN: MR. ROWLEY
NR.: MR-IN-18 (0918542)
Bezug: Ihre Nachricht MR-OUT-62.

MITGLIEDER DER REISEGRUPPE: Streichen Sie MacIntire, Fox, Vinson und Kelly. Fügen Sie hinzu: Kapitän McMahon (MC) U.S.N.R. und Ben Cohen (Außenministerium).
UNTERKUNFT: Die im Weißen Haus getroffenen Vorkehrungen erscheinen zufriedenstellend. Die Zuweisung angemessener Unterkünfte im Weißen Haus für die beiden Adjutanten des Präsidenten ist ausgezeichnet und muss beibehalten werden. Es wird vorgeschlagen, das für Vinson vorgesehene Zimmer Matthews und Bohlen zuzuweisen.
Es ist erwünscht, dass Cohen in unmittelbarer Nähe des Büros von Minister Byrnes untergebracht wird.
VERANTWORTUNG: Mr. Rowley ist verantwortlich für alle endgültigen Entscheidungen bezüglich der Unterbringung, Sicherheit, Beförderung und sonstiger Vorkehrungen für den Präsidenten und seine Begleitgruppe.
ANKUNFT: Empfang der Gruppe am Hafen und Organisation des Transports per Kraftfahrzeug für 50 Personen samt Gepäck. Es wird davon ausgegangen, dass drei C-54-Flugzeuge die Gruppe vom ersten Flugplatz zum Zielort befördern werden.
VERPFLEGUNG: Soll die Verpflegung für die Personen der Messe des Präsidenten (etwa zwölf) bereitgestellt werden, oder soll sie vom Schiff mitgebracht werden? Es wird angenommen, dass für die Mitglieder der Begleitgruppe des Präsidenten, die nicht in dessen persönlicher Messe am Essen teilnehmen, ebenfalls gesorgt ist.
Halten Sie uns auf dem Laufenden und bestätigen Sie den Erhalt dieser Nachricht.14Ebenda, p. 42.

Vardaman ergänzte diese Nachricht am 9. Juli.

Schlage vor, die für Herrn Kelley vorgesehene Kombination aus Schlaf- und Arbeitszimmer Lieutenant Rigdon zuzuweisen, der dort das Büro für die Delegation des Präsidenten einrichten wird.15Ebenda, p. 37.

Commander Tyree forderte am gleichen Tag, dass alle Mitteilungen, die die Vorausabteilung in Deutschland betrafen, an Agent Rowley gehen sollten, und nicht an den Map Room-Offizier der US Army, Colonel John W. Bowen.

Präsident Trumans Abreise von New York war unter vollständiger Geheimhaltung erfolgt. Es sollte niemand wissen, ob sich Truman noch in den USA befand oder auf dem Weg nach Europa, um sich dort mit Stalin und Churchill zur Konferenz zu treffen. Der Krieg mit Japan ging weiter und die besiegte faschistische Koalition verfügte noch über Flugzeuge und Schiffe, bei denen nicht genau bekannt war, ob sie kapituliert hatten oder nicht.
Am 10. Juli 1945 musste die Geheimhaltung teilweise aufgegeben werden. Am Abend des 9. Juli war in Washington bekannt geworden, dass Truman auf Reisen war.

Angesichts des vorzeitigen Bekanntwerdens der Reise des Präsidenten erhalten die an Bord befindlichen Presse- und Rundfunkvertreter die Genehmigung, ihre Berichte zu übermitteln. Diese werden heute im Weißen Haus eintreffen. Bitte warten Sie, bis alle vier Berichte vorliegen; rufen Sie dann die Vertreter der Nachrichtenagenturen und Rundfunksender zusammen und geben Sie die Meldungen gleichzeitig zur sofortigen Veröffentlichung frei. Der Name des Schiffes darf nicht genannt werden; als Orts- und Zeitangabe ist jedoch „heute, auf See mit dem Präsidenten auf dem Weg zur Konferenz der Großen Drei“ zu verwenden. 16Ebenda, p. 36.

In seinen Memoiren beschrieb der Präsident den Vorgang wie folgt:

An diesem Tag gaben wir die ersten Zeitungsberichte zur Veröffentlichung frei und übermittelten sie über Kurzwelle nach Washington. Ursprünglich hatte Pressesekretär Ross alle Veröffentlichungen bis zu unserer glücklichen Landung in Antwerpen zurückhalten wollen; da aber meine Reise durch eine Indiskretion am Abend zuvor in Washington bekanntgeworden war, schien die Zurückhaltung der Berichte der mitreisenden Korrespondenten nicht länger angezeigt.17Truman, Harry S., Memoiren. Bd. 1: Das Jahr der Entscheidungen (1945), Stuttgart 1955, S. 326.

Die an Bord der „Augusta“ befindlichen Vertreter der Medien waren: Robert G. Nixon (International News Service), Merriman Smith (United Press), Ernest B. Vaccaro (Associated Press) und Morgan M. Beatty (Radio Networks). Und sie hatten viele Fragen, was ihre Möglichkeit der Berichterstattung anbelangte. Eine übermittelte der Militäradjutant des Präsidenten, Harry H. Vaughan, am 10. Juli an das US-Hauptquartier in Deutschland (SHAEF).

Ist vorgesehen, dass Korrespondenten aller Nationen während der Konferenz in Berlin bleiben dürfen?18National Archives, NAID1701756, p. 33.

Die Antwort dauerte, weil dazu die Staatsoberhäupter konsultiert werden mussten. Zur Sicherheit schob Vaughan am 11. Juli folgende Nachricht an das SHAEF nach:

Fordern Sie angemessene Unterkünfte, Arbeitsmöglichkeiten und Transportmittel für sieben den Präsidenten begleitende Korrespondenten und Fotografen an. Diese Personen sollen im Raum Berlin stationiert werden und über Mittel zur ständigen Kommunikation mit dem Pressesprecher des Präsidenten, Mr. Ross, verfügen.19Ebenda, p. 26.

Inzwischen lockerte die US-Delegation die Geheimhaltung bezüglich der Reise des Präsidenten, wie Pressesekretär Ross am 11. Juli 1945 seinem Stellvertreter in Wasgington, Ayers, schrieb.

Eine weitere Gruppe von Pressemitteilungen folgt in Kürze. Bitte verteilen Sie diese gleichzeitig an die Presseverbände. Es ist nun erlaubt, das Schiff, auf dem wir uns befinden, als AUGUSTA und das andere Schiff der Einsatzgruppe als PHILADELPHIA zu bezeichnen. Die Datumsangaben lauten ab sofort „An Bord der AUGUSTA“. Es ist unmöglich, genau anzugeben, wann die Meldungen versendet werden, da sie mehrere Bearbeitungsschritte durchlaufen müssen. Sie hätten die Information, dass wir uns auf dem Schiff befinden, auf dem die Roosevelt-Churchill-Konferenz stattfand, nicht entfernen müssen, da die Marine seltsamerweise die Veröffentlichung dieser Information nicht untersagt hat. Ich verstehe natürlich, warum Sie die Löschung vorgenommen haben. Zur Erinnerung: Die vollständige Identifizierung der Schiffe ist nun erlaubt, wir dürfen jedoch weder den Zielhafen noch die Ankunftszeit nennen. Bitte geben Sie dort keine Schiffsnamen bekannt, sondern lassen Sie die erste Meldung aus den heutigen Berichten vom Schiff stammen. Dort ist keine Zensur nötig, da alles von AUGUSTA von mir und den Marinebehörden vollständig freigegeben wurde.20Ebenda, p. 29.

Damit auch nichts schiefging mit der Berichterstattung teilte Vardaman am 12. Juli mit:

Anweisung an COMNAVEU und COMNAV FOR GERMANY vom Marineadjutanten des Präsidenten:
Der Präsident ordnet an, dass Weisungen zu erlassen, um sicherzustellen, dass sämtliche Presse- oder öffentlichen Informationen sowie Ankündigungen bezüglich seiner Bewegungen oder Pläne – oder jener seiner Begleitung, seines Schiffes, seines Flugzeugs oder seines Zuges – ausschließlich über seinen Pressesprecher, Mr. Ross, herausgegeben werden.21Ebenda, p. 25.

James K. Vardaman, Marineadjutant

Das COMNAVEU (Commander U.S. Naval Forces Europe), das während des Zweiten Weltkrieges gegründet wurde, leitete die amerikanischen Seestreitkräfte, Operationen und Logistik auf dem europäischen Kriegsschauplatz. COMNAV FOR GERMANY (Commander, Naval Forces, Germany = Kommandeur der Seestreitkräfte in Deutschland) war ein Kommando der US-Marine, das nicht der US Army unterstand. Es fungierte als Beraterorganisation. 

Am 12. Juli musste der Militäradjutant des Präsidenten, Brigade General Vaughan, anweisen:

Chief Pharmacist’s Mate Preston C. Taylor, U.S.N., der Delegation des Präsidenten hinzufügen. Bitte Passierschein und Unterkunft am Konferenzort bereitstellen.
(Vermerk von Commander Tyree an den Kartenraum: Sekretariat der Joint Chiefs of Staff informieren und diese Nachricht an McFarland weiterleiten lassen, wo immer er sich auch aufhalten mag.)22Ebenda, p. 22.

Offensichtlich hatte der zur offiziellen Delegation gehörende und an Bord der „Augusta“ befindliche Leibarzt des Präsidenten, Captain Alphonse McMahon, die Abordnung von Preston C. Taylor gewünscht. Taylor stieß in Brüssel zur Delegation.

In Beantwortung von MR-OUT-98 (State Department Nr. 17, 11. Juli):
Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass die Ankunft bei TERMINAL am Sonntag, dem 15. Juli, gegen 15:00 Uhr Ortszeit erfolgt.
Bitte informieren Sie Halifax und Winant.23Ebenda, p. 21.

Diese Nachricht versandte der Vizepräsident und Außenminister James Byrnes am 12. Juli. John Gilbert Winant war der Botschafter der USA in Großbritannien und Edward Frederick Lindley Wood, 1st Earl of Halifax, der britische Botschafter in den USA. Mit TERMINAL war die Potsdamer Konferenz gemeint. Die Zeit betraf aber die Ankunft Trumans auf dem Flugplatz Gatow. Die präzise Planung für die Ankunft des Präsidenten bekam James Rowley am gleichen Tag übermittelt.

VON: General Vaughan, Captain Vardaman und Mr. Drescher.
AN: Mr. Rowley
NR.: MR-IN-37 (1221302)

Bezugnehmend auf Ihre Nachricht zu den Vorkehrungen (MR-OUT-101):
Der Präsident freut sich darauf, dass Botschafter Sawyer mit ihm zum Flughafen fährt.

Ausschiffung: Bei schlechtem Wetter bleibt der Präsident an Bord des Kreuzers; bei gutem Wetter wird er Ihrer Empfehlung folgen und sich sofort für die Fahrt nach B-58 ausschiffen lassen. Der Präsident wünscht, dass in B-58 keine militärischen Ehrenbezeugungen stattfinden. Wasser für den Präsidenten wird vom Schiff mitgebracht.

Zur Reisegruppe hinzuzufügen: Chief Pharmacist’s Mate Taylor.

Die Gruppe führt folgende Ausrüstung mit, die durch das ATC transportiert werden muss: 83 Koffer, 1 Überseekoffer, 40 diverse Kleinteile sowie Büroausstattung, Schreibmaschinen, Ausrüstung für den Kartenraum, Verschlüsselungsgeräte, 36 Filmdosen, 4 Kisten mit diverser Fotoausrüstung, die Verpflegungsausstattung des Präsidenten.
Geschätztes Gewicht des vom ATC zu transportierenden Gepäcks und der Fracht: 2 1/2 Tonnen.

Alle Ankündigungen, Pressemitteilungen und sonstigen Informationen bezüglich der Ankunft, der Pläne oder der Bewegungen der Reisegruppe des Präsidenten dürfen nur über den Pressesprecher des Präsidenten, Ross, veröffentlicht werden.

Die Flugzeugzuteilungen wurden wie folgt geändert:

Flugzeug Nr. 1 – O’Driscoll hinzufügen.

Flugzeug Nr. 2 – die Schiffsagenten Hipsley und Weir hinzufügen.

Flugzeug Nr. 3 – Pharmacist Taylor und Agent Haman hinzufügen.

Ihr Startplan für die Flugzeuge ist in Ordnung. Es wird vorgeschlagen, dass der ATC Verbindungsoffizier C-47-Maschinen für den Transport der 2 1/2 Tonnen Gepäck und Fracht von B-58 nach Gatow organisiert.

Es wird empfohlen, 48 Stunden vor Ankunft der Delegation im „Little White House“ strenge Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.
Überprüfen Sie kurzfristig die Luftsicherheit für die gesamte Flugstrecke bis zum Zielort.

Wir gehen davon aus, dass die Sanitätsdienste der Armee die Desinfektion aller von der Delegation des Präsidenten zu beziehenden Unterkünfte (durch Begasung, Sprühen usw.) abgeschlossen haben.

Sieben Journalisten und Fotografen begleiten die Delegation; General Vaughan hat das SHAEF gebeten, für deren Transport nach Berlin bei der Ankunft zu sorgen. Bitte bestätigen Sie diese Regelung. Sie führen etwa 1.500 Pfund Gepäck und Ausrüstung mit sich.

Das Schiff soll am 15. Juli um 10:00 Uhr (Zeit in Antwerpen) anlegen. Beschaffen Sie bei General Koenig für die Dauer des Aufenthalts (von der Ankunft bis zur Abreise) zwölf Garand-Gewehre samt der erforderlichen Munition für das Begleitpersonal.

Es ist für Kühlkapazitäten zu sorgen, die ausreichen, um Lebensmittel und leicht verderbliche Vorräte für sieben Tage für die Verpflegung des Präsidenten und seines Stabes zu lagern.

Bitte teilen Sie uns die aktuellen Wetterbedingungen sowie die Vorhersage für die kommende Woche mit. Bestätigen Sie den Erhalt dieser Nachricht. – Melden Sie Vollzug der Anweisungen.

Gez. Drescher.

HINWEIS FÜR DEN MAP-ROOM: Händigen Sie Chief Wilson eine Kopie dieser Nachricht aus.24Ebenda, p. 17 u. 18.

B-58 steht für den alliierten militärischen Flugplatz-Code (Advanced Landing Ground B-58) des heutigen Flughafens Brüssel-Melsbroek in Belgien während und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Das im Text genannte Garand Gewehr,  M1 Garand, offizielle Bezeichnung Rifle, Caliber .30 M1, war ein Selbstladegewehr und von 1936 bis 1957 Ordonnanzgewehr der Streitkräfte der USA.

Je näher die Delegation des US-Präsidenten den Küsten Europas kam, um so mehr Gedanken machte man sich, was die Sicherheit ihres Funk- und Nachrichtenverkehrs betraf. Es gab Informationen das die bislang benutzte Verschlüsselungstechnik, seit 1941 unter dem Codewort „ULTRA“ geführt, nicht sicher genug war. Aus diesem Grund wurde am 13. Juli 1945 angewiesen, Nachrichten über FOX zu versenden.

FOX steht für Fox Broadcast, eine damals gebräuchliche weltweite Rundsendung von verschlüsselten Nachrichten der US Navy an ihre auf See befindlichen Schiffe. Küstenstationen der US Navy sendeten rund um die Uhr fortlaufende, verschlüsselte Nachrichten (per Morsezeichen oder Radioteletype) auf festen Frequenzen. Die Schiffe blieben meist in Funkstille (radio silence) und hörten den Rundspruch ab, ohne den Empfang zu bestätigen. Die Funker gaben die verschlüsselten Blöcke an den Krypto-Raum weiter, wo sie mithilfe von Chiffriermaschinen (wie der damaligen SIGABA) oder Codebüchern für den Kapitän lesbar gemacht wurden.

Von Commander Tyree an Commander Pinney, Major Putnam und Lt. Myers; nur zur persönlichen Kenntnisnahme (Eyes Only).
MR-OUT-105.

Angesichts der aktuellen Sicherheitslage hier ist es nicht ratsam, ULTRA-Material zu übermitteln.

Von Commander Tyree an Lt. Myers:
Klären Sie mit Captain Fernald ab, welche Sicherheitsmaßnahmen ratsam sind, da das Schiff inzwischen identifiziert wurde und auch unser Funkverkehr über die Detwiler-Verbindung durch Presseberichte bekannt geworden ist.
Wir sind der Ansicht, dass Nachrichten, die zuvor mit einem Marine-Verschlüsselungsverfahren (wie dem von Botschafter Harriman) verschlüsselt wurden, nicht über die Detwiler-Verbindung an uns übermittelt werden sollten. Es wird empfohlen, die Verschlüsselung mit äußerster Sorgfalt vorzunehmen und die Nachricht über FOX in mehreren Teilen zu senden, wobei zwischendurch anderer Funkverkehr abgewickelt wird. Bitte benachrichtigen Sie uns, bevor Sie mit der Übermittlung über FOX beginnen.25Ebenda, p. 13.

Offensichtlich war angedacht, dass neben den auf der „Augusta“ mitreisenden Korrespondenten weitere Medienvertreter nach Europa kommen könnten, um den Präsidenten bei Reisen, u.a. nach Großbritannien, zu begleiten. Doch inzwischen zwar klar geworden, dass sich der Präsident und seine Delegation aufgrund der anstehenden Tehmen und Aufgaben kaum vom Konferenzort in Potsdam fortbewegen könnten. Korrespondenten, auch nicht die die Delegation begleitenden, hatten nur sehr stark reglementiert Zugang zum US-Sektor in Neubabelsberg und zum Schloss Cecilienhof. Trumans Pressesekretär Charles Ross schrieb deshalb am 13. Juli nach Washington:

Die täglichen Berichte der Korrespondenten über den Präsidenten, die derzeit vom Schiff aus eintreffen, werden aller Wahrscheinlichkeit nach mit dessen Ankunft in Potsdam aufhören. Ich sehe daher keinen triftigen Grund, den Termin für die Reise der Korrespondenten vorzuverlegen. Sie können den Korrespondenten vertraulich mitteilen, dass es nun äußerst (bitte „äußerst“ unterstreichen) unwahrscheinlich ist, dass der Präsident irgendwelche Abstecher unternehmen wird. Auch wenn die ganze Angelegenheit mit den Abstechern noch offen ist, gehen wir davon aus, dass weder nach London noch sonst wohin Reisen unternommen werden, sondern dass der Präsident nach etwa drei Wochen direkt nach Washington zurückkehren wird. Angesichts dieser Tatsache könnten einige Korrespondenten ihre Reservierungen stornieren wollen, da sie in Ermangelung von Abstechern lediglich in Berlin auf offizielle Verlautbarungen warten und dann nach Hause zurückkehren könnten. Ich werde Sie über die weitere Planung auf dem Laufenden halten. Sollten die Abstecher endgültig gestrichen werden, scheint mir der Zweck, zu dem die Reise organisiert wurde, hinfällig zu sein. Wir sind daran gebunden und werden die Reise durchführen, falls die Gruppe dies wünscht, aber ich denke, sie sollten über die Wahrscheinlichkeiten Bescheid wissen.26Ebenda, p. 11.

Ebenfalls am 13. Juli erhielt Rowley in Potsdam eine präzisierte Mitteilung zur Ankunft des Präsidenten in Belgien.

Ihr MR-117 (Nr. 3 aus Potsdam) ist eingegangen. Die Vorkehrungen sind zufriedenstellend. Ankunft am Liegeplatz gegen 10:00 Uhr Ortszeit; Ausschiffung nach den Wünschen der Armee.
Bitte die Armee davon in Kenntnis setzen, dass bei der Ausschiffung keine militärischen Ehren erwiesen werden. Der Präsident und der Außenminister werden das Schiff gemeinsam verlassen.Secretary Ross hält eine Pressekonferenz bei der Ankunft für unangemessen.27Ebenda, p. 7.

Am 14. Juli 1945 bereitete Commander Tyree die Umstellung des Nachrichtenverkehrs zwischen dem Map Room in Washington und dem Map Room der Delegation des Präsidenten in Europa vor.

Ab 150400Z sind Nachrichten an das Schiff zu senden und über Amy-Einrichtungen an TERMINAL zu wiederholen.
Nach 151000Z sind keine Nachrichten mehr an das Schiff zu senden; der gesamte Nachrichtenverkehr ist dann an TERMINAL zu richten.
Wir planen, gegen 151000Z von Bord zu gehen und gemäß den in den Rowley-Drescher-Meldungen festgelegten Anweisungen zu verfahren.
Die USS AUGUSTA hat die Kontrolle über Detwilers Funkkreis; während unserer Abwesenheit vom Schiff wird dieser nach Ermessen des Schiffes betrieben.28Ebenda, p. 1.

Die Zeichenkette 150400Z ist eine militärische Datums- und Zeitgruppe (DTG) und bezeichnet den 15. Tag des Monats um 04:00 Uhr Zulu (Coordinated Universal Time /UTC). In der Kommunikation der US Navy und anderer Streitkräfte legt sie die genaue Gültigkeitsdauer, den Ursprungszeitpunkt oder den Gültigkeitsbeginn für Einsatzbefehle, Wettervorhersagen oder sonstige Nachrichten fest. Z steht für „Zulu-Zeit“, die militärische Bezeichnung für Coordinated Universal Time (UTC) oder Greenwich Mean Time (GMT).

Anmerkungen

  • 1
    Vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/Map_Room_(White_House) ↩︎
  • 2
    https://en.wikipedia.org/wiki/John_L._McCrea ↩︎
  • 3
    https://www.fdrlibrary.org/map-room ↩︎
  • 4
    Vgl. ebenda. ↩︎
  • 5
    https://www.trumanlibrary.gov/library/oral-histories/elsey4#123 ↩︎
  • 6
    Log of President Harry S. Truman’s Trip to the Berlin Conference, NAID: 79443350, p. 1. ↩︎
  • 7
    Ebenda. ↩︎
  • 8
    Truman, Harry S., Memoiren. Bd. 1: Das Jahr der Entscheidungen (1945), Stuttgart 1955, S. 325. ↩︎
  • 9
    National Archives, NAID1701756, p. 45. ↩︎
  • 10
    Truman, Harry S., a.a.O., S. 328. ↩︎
  • 11
    Log of President Harry S. Truman’s Trip to the Berlin Conference, a.a.O., p. 2. ↩︎
  • 12
    Ebenda. ↩︎
  • 13
    Ebenda, p. 44. ↩︎
  • 14
    Ebenda, p. 42. ↩︎
  • 15
    Ebenda, p. 37. ↩︎
  • 16
    Ebenda, p. 36. ↩︎
  • 17
    Truman, Harry S., Memoiren. Bd. 1: Das Jahr der Entscheidungen (1945), Stuttgart 1955, S. 326. ↩︎
  • 18
    National Archives, NAID1701756, p. 33. ↩︎
  • 19
    Ebenda, p. 26. ↩︎
  • 20
    Ebenda, p. 29. ↩︎
  • 21
    Ebenda, p. 25. ↩︎
  • 22
    Ebenda, p. 22. ↩︎
  • 23
    Ebenda, p. 21. ↩︎
  • 24
    Ebenda, p. 17 u. 18. ↩︎
  • 25
    Ebenda, p. 13. ↩︎
  • 26
    Ebenda, p. 11. ↩︎
  • 27
    Ebenda, p. 7. ↩︎
  • 28
    Ebenda, p. 1. ↩︎

© GeschichtsManufaktur Potsdam, 14. August 2026